Der alte Mann ärgert sich

Er hat seinem Unmut in einem guten, alten Brief Luft gemacht und wie. Soll ich mich betroffen oder betüpft fühlen?

  • Es ist seine Wut, sein Ärger nicht meiner.
  • Ich habe mich mit ihm auseinandergesetzt, ziemlich genau 33 Jahre lang. Der verflossene Ehering ist schon in meinem Gelbeutel, auf dem Weg um eingeschmolzen zu werden.
  • Seine Probleme sind und bleiben die Seinen. Meine sind viel mehr sonnenbeschienen und nicht so tragisch oder ich nehme mich etwas weniger ernst. Frei nach dem Bonmot: „Als Ernst kam, wurde Fritz geboren.“
  • Wäre er der Wettergott hätte mich heute Blitz, Hagel, Eisregen, Schnee und ein alles übertönendes Donnergrollen getroffen und ich hätte mich unter einem bunten Schirmchen verschloffen und auf Gott vertraut.
  • Im Alter ist die frühere Jugend zum besten Alter herangereift und die ehemals reife Frucht hängt noch am Leben, ist seit Monaten institutionalisiert. Die Klügeren unter uns können einschätzen, was das in der CH bedeutet. Ich bin nicht klug, habe einschlägige Erfahrung. Mir erzählt keiner, er sei die Ausnahme der Ausnahme und habe – unrealistische – Privilegien. Institutionen unterstehen ungezählten Gesetzen und entsprechend engmaschigen Kontrollen. – Wir erinnern uns an CH-weite Skandale gerade in der Altenpflege und dann ändern sich in der CH die allg. Spielregeln: Sowas darf NIE mehr vorkommen. Nö tut es nicht, aber der nächste Skandal kommt bestimmt. Es wird ein anders gelagerter sein, irgendwas was niemand zum Voraus erdenken oder erahnen konnte. Zum Menschen gehört Kreativität, die kann zum Wohle aller eingesetzt werden und in Ausnahmen verdreht sie sich ins Gegenteil.
  • Er schäumt vor Wut und wir Al-Anons freuen uns, weil er mit dem genau gleichen Kopf wieder zufrieden werden muss. 🙂

Kommentar verfassen