Schnapszahlen haben es in sich, genau am 2.2.22 wurde Daniela Jonathan geboren

Am schlimmsten ist meine optische Behinderung, mit Riesenabstand am schlimmsten. Das wusste ich nur unbewusst, bewusst war es mir nicht wirklich. Natürlich starrte ich seit ich denken kann, immer auf den Boden, lief querfeldein in einer Parkanlage frei nach dem Motto; Die kürzeste Verbindung ist die Gerade. Aber dass mir meine Gehunfähigkeit via reversiblen Darmverschluss das Leben kosten könnte, das wusste ich nicht. Schliesslich habe ich nicht -medizin studiert.

Das Schönste am Gestern ist, dass es heute vorbei ist und irgendwann, genau dann wann er Zeit hat, kommt der Anwalt für Zivilrecht. Das Wort lasse ich mir stillvergnügt auf ser Zunge zergehen, weil es so wunderschön ist, der Anwalt für Zivilrecht.

Menschen sind immer alles, niemals nur perfekt, aber unsere Vorlieben und unsere Zappligkeit und unsere Professionalität sucht ihresgleichen….In etwas über einer Stunde war der Albtraum der letzten 18 Jahre von mir abgefallen wie ein Nichts.

Was mir mein neues Leben bringt? Endlich meinen richtigen Gesamtnamen, ja ich musste etwas viel loslassen. Das kommt schonmal vor, ich mein ja nur,

Noch immer auffällig, dass schon am Morgen das Glas Wein vom letzten Abend noch auf dem Tisch steht und wo zum Teufel ist das alkoholfreie Bier, das ich gern trinken würde…leer, was sonst.

Der Spruch, der Teufel meidet das Weihwasser muss sich auf Tafelwasser beziehen. Wetten, dass es davon noch vorrätig und gekühltes hat…..immer das Gleiche, nie das was ich gerne hätte, nur das VERNÜNFTIGE….

Ich maule in mich hinein und mache eine Zigipause und schlürfe Wasser, was sonst…..meine Hosen brauchen einen Kalberstrick, meine Riesenwampe Hungerbauch ist längst Geschichte, es geht aufwärts.

Das schlechte Wetter hält an und ich gehe vermutlich shoppen, Corona ist bald Geschichte und ich Gott sei Dank nicht.

Da ich ein unmögliches Leben habe, ist das wenigste gespielt, ich bin so unmöglich wie ich daherkomme, ich glaube an das Gute im Menschen.

Was sich geändert hat ist, dass ich längst begriffen habe, dass nicht alle Menschen gut sind. Das stört mich ungemein, was mich stört bringt mich auf die Palme, der Rest ist mehr als bekannt.

Ich bete niemals, ich maule Gott an, wenn ich nicht bekomme, was ich will, ich denke und er lenkt. Dankbarkeit zeige ich ununterbrochen und loslassen muss ich, mehr als mir lieb ist, weil ich denke und Gott lenkt.

Und es wird kommen, wie es immer war, das Leben geht weiter, alles geht vorbei.

Habe ich eine Antwort, welche der drei Wohnungen, ich nun wirklich bewohnen will, ich suche diese Antwort seit Monaten seit, ach ich wills nicht wissen und noch habe ich keine Antwort, echt nicht…Was soll ich renovieren, wenn ich nichts über mich weiss, weil ich nur, wirklich nur fremdbeschäftigt werde…dieses ewige: Ich schütte mal alle meine Lebensprobleme über dich, lös sie für mich! He ich habe nur zwei Kinder geboren, beide sind völlig unbrauchbar, sie kommen so überhaupt nicht nach MIR…Welch schöner Satz.

Was interessieren mich meine beiden längst erwachsenen Kinder, die beide nicht auf mich hören wollten? Nein, sie wollten ihr je eigenes Leben und sie haben es. Tauschen möchte ich nie. Lieber bescheuert behindert als total ausgeflippt.

Ich werde viel Zeit finden, Ludwig Hirsch zu hören, der liebevolle, kritische Sänger aus Österreich, ich erinnere mich gut, an die erste Platte, Vinyl, von ihm. Es braucht nun mal nicht x Konsumgüter, sondern ganz wenig, das Richtige zur richtigen Zeit…

Sage ich das maulend, dass meine neue, ach so wunderbare Uhr, immer noch nicht läuft….klassische Aufgabe für einen Zivilanwalt, wer den sonst wird mir zeigen, wie ich diese App und blabla bla,,,,ich kanns einfach nur halbpatzig, das war schon immer so….

Was sich ändern wird, ist das ich bestimme, wen ich bezahle und was ich tue und wo ich wohne, bei wem ich einkaufe, ob ich nähe oder nähen lasse, die Stoffe sind längst im Viano und fast hätte mich meine neue Strickarbeit verraten, nein überhaupt nicht, weil nur ich die Tragik meine 63 1/2 jährigen Lebensgeschichte kenne und so überhaupt nicht auskunftspflichtig bin…

Ich wollte die Menschen glücklich machen, ich wollte wie mein Vater sein, servir et disparaitre. Wie komme ich drauf, ein ausgerechnet franz. Sprichwort zu meinem Leitmotiv zu wählen?

Das ist so unendlich dumm von mir, weil Gott lenkt selbst dann, wenn ich mal ausnahmsweise nicht denken würde. Der 2. 2. 22 wars, nicht der 7. 7. 7.

Für heute reichts, Morgen ist auch noch ein Tag…“Nur für heute“ ist es genug…

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