Die Katastrophe weitet sich im Minutentakt weiter aus auch an Wochenende

Ich weiss noch, wie mich das Geschehen 2.WK besonders im Theologiestudium beschäftigt hat, die Bekennende Kirche in Deutschland: Auf welcher Seite wäre ich gestanden, Mainstream oder Bekennend?

Bonhoeffer war Studien ach, sein Werk, seine Biografie, sein Tod. Die ethische Frage:Wie lange Folge ich meinem Vaterland und wann ist Widerstand das Gebot der Stunde?

„Widerstand und Ergebung“ Privatauslegung in einer StudentInnengruppe und unsere moralischen Wertvorstellungen waren hoch, ideal, noch hatten wir unsere Grenzen nicht gefunden, wir büffelten Theorie.

Au dem beschaulichen Studentinnenleben würde ich mit 23 Jahren rausgerissen, ich war Ehefrau. So war ich nicht mehr Theologiestudentin, sondern Postdoc Ehefrau.

Solidarität praktisch: Obwohl die Uni Bern klein ist, Chemie nur eine Studie Richtung ging das so: Ein Postdoc-Ehepaar in Tucson, AZ, nahm uns auf. Es war auf Abreise zurück in die Schweiz und wir die Neulinge. Wir hatten ein Dach über dem Kopf und lernten die neue Lebensweise. Occasionsmöbel übernahmen wir und noch ohne Kinder ging der Rest in einen Yardsale.

Später haben wir denselben Dienst getan an den nachfolgenden immer Bernerpostdocchemiker.

In Australien gewährten wir einem Stelle wechselnden Schweizer Koch Obdach.

Irgendwann lasen wir Autostöppler rotverbrannt am Rande einer Wüste auf. Warum die einige Tage oder Wochen bei uns blieben keine Ahnung, auf alle Fälle hatten sie Sonnenbrand.

Ich in meiner evangelikalen Phase schleppte eine Kirchgängerin nach Hause, sie war arbeitslos und ging mit ihrem Picup putzen. Anlässlich des Weihnachtsfestes stellte sie uns ihre Eltern vor, die wohnten in einem Trailer und hatten etwa 7 erwachsene Kinder, die in einem Gebäude wohnten.

Man war jung, man hat sich geholfen, alle waren anständig, niemand hat niemanden übers Ohr gehauen, gewiss war es Horizonterweiterung.

Die Frage blieb: Wie würde ich reagieren im Krieg? Würde ich mich ducken oder für meine Ethik einstehen.

Und iimmer das Gebet: Gott, prüfe mich nicht bis zum Letzten, ich hab dich lieb aber könnte versagen.

Jetzt bin ich alt und in allen Kriegsbildern sehe ich keine Elektrorollstühle, die mitfliehen. Kleine Kinder sind nicht im KINDER Wagen, sondern auf den Armen Erwachsener und von denen, die gehe können sind wie immer einige ganz allein auf der Flucht. Sie hätten ein hoffentlich behütetes Leben bis zum 24.Februar 2022 und dann war Krieg.

Mütter arbeiteten im Ausland, der Vater war an der Front. Wer hätte diesem Kind helfen sollen, wenn der Vater sagt: „Rette dich, die Mama arbeitet dort.“

Das gging blitzschnell innerhalb weniger sStunden wurden Millionen zu Flüchtlingen. Nur die Ukraine:Über 7 Mio. innerhalb der Landesgrenze und über 5 Mio. ausserhalb.

Was der Westen nicht mitzählt ist der innerrussische Widerstand der in alle Herrenländer geflohen ist.

Putin führt Krieg an vielen Orten, neu in der Ukraine und Putin hat in Russland die Repressionen so erhöht, dass ganz viele flohen und vermutlich fliehen.

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