Jupiterwohnung bringt nur Chaos

Bist du obdachlos, träumst du von einer Wohnung. In deinem Bett hättest du weniger Schmerzen, es würde geordneter, leichter.

Fakt ist, der Inhalt des Viano wurde auseinandergerissen. Gewaschen ist, das ist besser. Sonst nur grauenhaft. Meint irgendwer ich könne stehen und Küche aufräumen? Ich schon lange nicht mehr.

Die Matte ist zu hart. Ich bin dauergerädert, Ende nicht in Sicht.

Ich kriege das nie auf die Reihe. Die körperliche Anstrengung ist viel zu gross.

Im TV sieht man nur Kriegsbilder mit alten Menschen, die umhegt werden. Das ist nie die Realität. Es brennt nie. Immer nur Ruinen und immer die gleichen. Das ist Kriegsgeschehen aber für TV gefiltert. Wir sollen wissen dass Krieg ist. Aber nur dosiert. Wir sollen Krieg nicht wollen, Respekt haben. Keine Details bitte.

Wer es erlebt hat, bleibt unter Seinesgleichen, nur so kann man auch ohne Worte sich stützen. Geht uns Behinderten auch so. Wir suchen Kontakt untereinander wegen dem Verstehen. Die Not, die Schmerzen, die immer gleichen Reaktionen und Widerstände. Das macht nur müde und die Verständbislosigkeit ist allgegenwärtig. Salz in die offene Wunde, klar doch.

Gerade ist mir in den Sinn gekommen, dass meine Liegenschaftsverwaltung die Mängel der Wohnung nicht abgewickelt hat. Die 10 Tage sind längst um. Es ist der kleinste Scheiss nur ein Kampf. Soll ich all den Riesenbabies immer hinterherrennen? Logisch komme ich nirgendwo nach.

Eins wollen sie immer GELD.

Behinderte verziehen sich irgendwohin, nur nicht nicht auffallen, nirgendwo ist es sicher. Die Katastrophe ist es sowieso. Wer Seiten umdrehen kann, verzieht sich in die Welt der Bücher, Banaltv, damit die Zeit vergeht. Irgendwo einen Sonnenstrahl erhaschen. Das Leben könnte schön sein, wenn man nicht so oder anders nur niedergemacht würde. Ganz klar ein kulturelles Problem.

Wenn ich mich aufrege und laut werde, hängen sie das Tel. auf. Habe ich längst begriffen. Um jmd. abzuschütteln: Einmal laut bitte.

Bleibe ich höflich, werde ich schlicht überfahren. Laut ist besser. Ich habe Distanz und ja, es ist unangenehm.

In der Waadt werde ich auf meine Schmerzen angesprochen. In Bern fast nie. Jeder haut nur drauf.

Nützt viel, wenn ich einen Briefkasten betreue ohne Wohnung. Ich kann erzählen ich habe nichts. Begreifen sie nicht. Sie tun so als hätte ich eine eingerichtete WOHNUNG. Man kann sich immer anlügen. Das können sie sehr gut hier und alles kostet.

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