Waadt Trotz allem Pfadi

Ich ärgere mich gründlichstens. Das Pfadibundeslager steht bevor, was vom Radio srf1 fast täglich zu einem Beitrag führt, so gerade wird Nationalrat Lohr interviewt. Er lobt seine Pfadierfahrung bei der Deutschschweizer Pfadi für Behinderte, welche neben der anderen, normalen Pfadi exestiert und „Pfadi totz allem“ als Name trägt.

Was macht die Deutschschweiz pfaditechnisch: Segregation.

In der welschen Schweiz gebe es keine Spezialpfadi für Behinderte: Genau, dort gilt INKLUSION.

Christian Lohr erzählt begeistert von seiner Pfadierfahrung. – Herr Lohr, darf ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie im Rollstuhl sitzen und dem Behinderten Klischee zu 200% entsprechen?

Unsichtbar behindert sein müssen ist 1000fach schwieriger gegen Ihr Schicksal. Nehmen Sie das zur Kenntnis und wenn Sie in der Öffentlichkeit ALLE BEHINDERTEN VERTRETEN SOLLEN, dann tun Sie das bitte.

In der welschen Schweiz sage ich genau: Bei der Bewegung brauche ich Hilfe. – Nie, kein einziges Mal war die Antwort: Ich sehe nichts!!!

Inklusion versus Segregation. Keine Frage welches Modell schon ab der UNO Behinderten Konvention verschwunden sein sollte und nicht im Radio 2022 proklamiert.

Mein Pfadiname: Zwaschpu,

nicht „Pfadi Trotz allem“ , sondern Pfadi Pfadi.

NATIONALRAT LOHR HAT SEGREGATION UNTERSTÜTZT IN DEM RADIOBEITRAG. DAS IST NIEMALS SEIN POLITISCHER AUFTRAG.

Christian LLohr ist behindert, weil seine Mama ein Medikament einnahm, nämlich Contergan. Das gab in der Folge eine Aufarbeitung bei der Medikamentenzulassung und – kontrolle. In der Schweiz ist mir danach kein Medikament mehr bekannt, was zu so vielen schlimmen Folgen führte. Die Covid Impfungen wurden laufend kontrolliert und überwacht und sobald zu viele schwere gesundheitliche Folgen weltweit diskutiert und bekannt wurden, verschwand die betroffene Covid Impfung zugunsten der Impfungen, die solches nicht zeigen. Die Aufmerksamkeit ist gross und alles Menschenmögliche wird dafür unternommen, keine Medikamentenschäden am Menschen verantworten zu müssen.

Andere Behinderungen kann man nicht so bekämpfen, nicht wie Polio mit einer Impfung präventiv begegnen. Die Behinderungen, die immer noch vorkommen, sollten im Nationalrat, Ständerat und Bundesrat vertreten sein. Sie sind die Zukunft. Sie sollten Inklusion vertreten und für zukünftige Generationen hoffentlich erreichen.

Umgekehrt erschüttert mich regelmässig, dass Blindheit mit einfachsten Mittel in fernen Ländern geheilt werden kann, sauberes Wasser löst Gesundheitsprobleme und Moskitonetze lassen Säuglinge und Kleinkinder überleben und ab dem Alter von fünf Jahren sind sie weniger verletzlich durch die entsprechenden Moskitostiche.

Die Hörgeräte Werbung hier macht immer noch Werbung für kleiner, unsichtbar = besser. Was die arme Werbung nicht weiss, dass ältere und alte Menschen ein Hörgerät als Kundschaft brauchen, sie leiden zeitgleich an verminderter Sehfähigkeit und wollen das Leben geniessen statt Hörgeräte zu suchen und dann ist die Batterie gerade platt und die eigene Motorik versagt, die Kinder sind in den Ferien in Spanien und die Nachbarin hat Oberschenkelhalsbruch und weilt im Spital.

Kleinsthörgeräte hübsch unsichtbar? Wenn ich soweit bin, gehe ich in die nächste Brocki und hole mir ein Hörrohr.


Wir müssen uns hoffentlich nicht über den Zusammenhang von Bernburgerei und Pfadibewegung unterhalten. In meiner Jugend war sie sehr eng und mein erster Ex-Schwiegervater der Geschäftsführer für den Pfadibedarf von der Uniform über die Kravatte bis zum Schlafsack.

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