Seid klug wie die Schlangen und ohne falsch wie die Tauben

Es kommt immer auf den Bibelvers raus, wenn ich die Gewalt in der Welt und meinem Leben höre.

Was mmachen wir Gefoltert und Überlebende anders. Wir wissen, dass es weh tut, seelisch und körperlich und dass wir unschuldig sind. Einem Menschen kann seine Augenfarbe vorgeworfen werden. Nichts ist zu blöd, um nicht als Vorwand zu dienen, dass nun jm unter die Räder kommen wird. Dem Opfer ist klar, dass es ausgeliefert ist, Gegenangriff nichts nützen wird.

Heisst absolut nicht, dass ich nicht meine Geheimsprache entwickelt hätte. Ich deutete für mich höfliche Worte um. Teilweise war mir mit der Zeit meine ausgesuchtes Höflichkeit am verdächtigsten. Ich fragte mich danach jeweils, ob alles i. O. sei, ich freiwillig höflich oder gequält höflich.

Menschen suchen immer gemeinsame Sprache. Die fand ich schon lange nicht mehr unter dem Geschlecht von Graffenried und den damit verbandelt BernburgerInnen. Ihre Probleme waren niemals meine.

Wehrhaft sind wir und wie. Ohne unsere Gegenwehr wären wir tot. Aber kluge Gegenwehr und nicht tödliche.

Wer mit Süchtigen zusammen gelebt hat, verliert die Lust am Recht-haben total. Der oder die Süchtige will immer Recht haben. Soll sie immer und fast ausschliesslich, dann ist mein Angehörigenleben etwas einfacher.

Das kommt mir nun in die Quere mit dem Staat: Die Staatsanwaltschaft will diskutieren, ob ich mich zu Recht Gefoltert nennen darf. Gehabt dich wohl ihr JuristInnen. Euren Segen zu meiner Folter brauch ich echt nicht.

Das werden nachfolgende Generationen beurteilen oder auch nicht. Hexenverbrennungen waren zu ihrer Zeit legal, Sklavenhaltung, Kriege sind legal. Alles ist legal, wenn es den Herrschenden dient.

Also ttretet mir, die ihr eure eigenen Gesetze gerade als Juristinnen nicht einhalten, tretet mir aus der Sonne ihr werft nur Schatten auf meine Hundehütte, sagte schon Diogenes.

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