Das patriarchale Denken im Aufwind

Mit Covid und nun Putinkrieg, mit allem, was sich verändern sollte, kehrt nicht eine Zukunft ein, sondern patriarchales Gehabe bäumt sich scheinbar, von der Unsicherheit begünstigt, nochmals mächtig auf.

Wären die Rollenklischees zwischen Mann und Frau abgeschafft und könnte man weder Mann noch Frau im Krieg vergewaltigen und kaputt machen, wäre diese Kriegstaktik nur unnütz und würde nicht mehr eingesetzt.

Solange in der Form irrational darauf reagiert wird, wird diese Kriegswaffe nur gestärkt.

Selenski hat vor Wochen oder schon Monaten mitgeteilt, dass täglich 100 der ukranischen Armee fallen. Das wurde gehört und gelesen. Ich habs mit Schrecken zur Kenntnis genommen. Diese Botschaft ist und bleibt auf der Sachebene, der Ball wird nur flach gehalten. Muss eine Armee signalisieren, die GEWINNEN WILL.

Genauso sachlich müssen Kriegsgräuel abgewickelt werden. Das Signal muss lauten: Niemals könnt ihr das angegriffene Volk in irgendeiner Weise so demütigen und moralisch kaputt machen, dass es an euren Kriegsverbrechen zerbricht.

Wie bei blutigen Verletzungen holt man geschundene Zivilbevölkerung weg von der Front, soweit sie nicht selbst geflohen ist und behandelt sie sofort und mit gleichem Aufwand gegen ihre Kriegstrauma, wie zerschossene Körper.

Luft raus, heilen und schneller heilen, als dass Kriegsgräuel abgewickelt werden können, schneller sein als der Agressor. Dann entweicht die Luft, die gewollte Demütigung bleibt aus, dekoriert Kriegsgräuelopfer mit Medallien wie Kriegshelden. Das ist das Letzte, was der Aggressor erreichen will, dass er via Kriegsgräuel nicht zu seinem Ziel kommt.

Aber solange wir Kriegsgräuelbilder im Wohnzimmer haben und weit weg von der Front nur den Atem anhalten, lacht Putin. Kriegsziel erreicht, weiter so.

Die Ukraine verteidigt ihr eigenes Land, früh wurde klar signalisiert zuerst Ukraine und danach Putin, die Ukraine soll ausradiert werden, weg von der Landkarte und Totalvernichtung der Kultur. Fertig mit nebeneinander als befreundete Völker leben, der grosse frisst den kleinen, zwar langsamer als erhofft, aber nun mit einer gehörigen Wut im Bauch und nie enden wollenden Resourcen.

Da gibt es Mut, da gibt es Flucht und da gibt es den Mut der Verzweiflung, um dagegen anzukämpfen und immer die Moral hochhalten. Früher war dafür auch die Militärkappelle, das Heer hört sich in einen Rausch. Immer kamen ins Lager Unterhaltungen und die bedeutendsten KünstlerInnen haben aufgeführt und natürlich ihr Leben riskiert hin zu der Front, hinter der Front Engagement und weg von der Front. Z. B Elvis Presley war im zweiten Weltkrieg an der Front in Deutschland.

Bücher geschriebene von der Front, der Autor oder die Autorin waren dort. All die Frauen im Roten Kreuz als Pflegende und Ambulanzfahrerinnen. Koenigin Elisabeth hat so gedient. Alle Herrscherfamilien, die gut zu ihren Volk im Krieg sein wollten haben Armeeangehörige gestellt, ledige Frauen gingen in den Spitaldienst, die Herrscherfamilie bleibt als Angriffziel in ihrer Residenz wohnen und flieht nicht.

Bei all dem geht es um den Kriegsmut. Selenski ist nicht immer hinter Schloss und Riegel, quasi im Tresor der Ukraine.Der ist oft draussen also angreifbar. Neulich war er an einer Front. Der hat viele Fehler, aber die Moral seiner Landsleute, die feuert er täglich an.

David gewinnt nur und nur evtl. wenn er an seinen Sieg glaubt und ganz schön in der Bibelgeschichte, David hat sich die Schwachstelle der goliathschen Ausrüstung zu Nutze gemacht. Mut und Kriegslist, die richtigen Waffen, die Taktik, das Quentchen mehr Glück als der Gegner und GB hat mit Churchill im zweiten WK das Unmögliche möglich gemacht. Woher hat ein Churchill immer wieder seinen Mut bekommen und sofort weitergegeben und ist nie so verzweifelt, dass er aufgegeben hat.

Wenigstens laut dem Churchillfilm war seine Kriegslage objektiv katastrophal.

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