Lutry abgeschossen II

Frau soll bekanntlich darüber schlafen, wenn sie sehr, sehr, sehr wütend wird. Habe ich nun getan. Die persönliche Geschichte hinter Abschuss Lutry geht so: Das Geschäft Barnes in Lutry ist im UG und dunkel.

Frau muss eine mehrstufige Holztreppe runter und der Handlauf wackelt, bringt also keine Gehsicherheit. Das konnte ich im Winter/Frühjahr noch so häb chläb. Es darf nicht unterschätzt werden, dass meine sämtlichen Sportarten das Gleichgewicht trainieren oder trainiert haben. Sport macht einen gewaltigen Unterschied. Ob sportlich und gelähmt oder unsportlich und gelähmt umfasst zwei Welten analog zu nicht behinderten Menschen. Ich bin ein Bewegungsmensch und muzss nun vernünftig sein, was mir nur stinkt. Aber inneres Organversagen ist die Katastrophe, ohne die geht es nicht. Nierenstillstand und Verdauungsstopp nur aus Erschöpfung ist extrem schmerzhaft. Also liege ich stundenlang maulend und gelangweilt, aber ich LIEGE.

Barnes und der Immobilienmakler wissen glasklar, dass ich nicht gehen kann. Er weiss, dass ich keinen Elektrorolli habe momentan. Realiter will der mit Lutry spekulieren. Täglich kommt in den Medien, dass die Immobilien preislich steigen, also sind irgendwelche Möglichkeiten, real oder nur Träume, mit der Attikawohnung einen höheren Preis zu lösen. Das ist wohl der Hintergrund der nun ülötzlich eingetretenen Forderung, ich müsse die Notarin zweimal begegnen. Sachlich ist das Stuss, Arbeitsbeschäftigung für Überbeschäftigte.

Der erste Kapitalfehler, den der Makler gemacht hat, ist sehr patriarchal, durchschaubar und kindisch. Er hat tatsächlich gemailt, sein Geschäfts?partner oder Projektpartner und er hätten befunden. Wo sind wir: Wenn Mann lügt holt man zwecks Imponiergehabe den Wieauchimmerpartner aus der Tüte. Das habe ich in der Grundschule getan: Sollte ich geschlagen werden, erfand ich einen grossen Bruder, der die andern auch verhauen werde.

Imponiergehabe und Verdoppelung der Männer. Am Strand von Lutry hat es einen Sandkasten für solche Schwächeanfälle. Im Sandkasten lernen die Kleinen miteinander zu spielen und sich durchzusetzen, damit das eigene Schüfeli abends mit nach Hause kommt.

Bring eine Frau in Rage, indem sie mit zwei Männern bodiget werden soll. Hat bei mir elementare Verachtung getriggert und Flashbacks von Polizeikontrollen den Winter lang bis in den Frühling: Ich allein versus x Polizisten, einer spricht immer, sehr oft der Unhöflichste.

DAS geht gar nicht, überhaupt nicht, wenn ich mit ganzen Polizeicorps in Süddeutschland fertig geworden bin und besser Auto fahre als sie, nicht schneller, aber besser, dann transportiere ich nicht den Mist in mein Privatleben, echt nicht.


Trigger überfallen einen in den unmöglichsten Situationen. Natürlich hat der Makler nicht den Hauch einer Ahnung in welches Wespennest er da gestochen hat. Ich war obdachlos, das ist eine Extremsituation an sich und was ich inklusive Süddeutschland erlebt habe, glaube genau nur ich, weil ich jeweils vor Ort war und natürlich mit früheren Deutschlandreisen vergleichen kann: Was erlebt frau normalerweise in Deutschland und wann ist es so anders, dass irgendwas zum Himmel stinkt. Es war teilweise anders und es stinkt zum Himmel ganz gewaltig. Da der Druck nach dem Obergerichtsurteil zunahm, ich müsse ins PZM, was völlig irrational ist, aber immer mir von der Polizei entgegengeschleudert wurde und mit Ambulanzen, die vorfuhren in die Tat umgesetzt wurde, ich nehme die Ernst, die solche Gesetzeswidrigkeiten gegen mich veranstalten. Bei meinem Auszug Linde Belp. war ich mit dem Viano noch nicht am Ende der kleinen Strasse. novh nicht einmal beim Kreisel, bog die Ambulanz ein. Wetten die war für mich bestimmt! Das ist extrem zermürbend, dieses Katz- und Mausspiel mit der Polizei und Ambulanz ohne die geringste psychische Diagnose, es geht nur um politische Verfolgung, nichts anderes.


Zurück zum Makler, der hätte sich nur minimalstens dafür interessieren können, warum ich aus dem Kanton Bern, der Stadt Bern, in die Waadt flüchten will, meine Vornamen legen Zeugnis davon ab. Er will verkaufen. Die Attikawohnung ist die Sache, der Gegenstand, das macht er i. O. Aber da bin ich, die Person, in aussergewöhnlicher Situation und obdachlos und behindert und der Makler geht golfen.

Ich habe ihn immer höflichstens gefragt, wie es beim Golfen so läuft. Wäre ich an seiner Stelle gewesen, hätte ich den Braten gerochen, er nicht.

Das ist auch ein Riesenfehler, den Menschen gemeinhin machen: Höflichkeit wird als Schwäche oder Einladung in mein Leben interpretiert. Höflichkeit ist höflich und hält das Gegenüber nur eins, auf DISTANZ.

(Es gibt Menschen, die meine Taktik durchschauen, die sind ganz, ganz selten und leuchten wie Edelsteine. Die nehme ich dann ernst. Den Rest führe ich vor und nehme ihn so wenig ernst wie er mich. Die Verachtung beruht momentan auf Gegenseitigkeit, im Winter habe ich meine Contenance verloren und muss warten, bis sie zurückkommt. – Natürlich bin ich auch faul und betreibe nur noch Minimalstaufwand taktisch. Wenn sich Menschen so leicht vorführen lassen, sich aufplustern wie Könige, dann kann ich gern behilflich sein. Der Makler ist in diese Falle nicht getappt, ist aber ein gängiges Männerverhalten.

Denen mache ich je nach Situation den Kopf klein oder gross, also einen grossen Kopf geschenkt zu bekommen, lieben Männer sehr. Nie fragen sie sich: Bin ich so klug, so sportlich, so Wasauchimmer, die nehmen das durchschaubarste Kompliment für bare Münze und bilden sich ein, ihren immer gleichen Stuss, nehme ich für bare Münze.

Bettgeflüster ist spätestens beim zweiten Mann nur noch lästig, weil altbekannt. Bitte Themenwechsel. – Welche faulen Ausreden habe ich nicht schon hunderttausende Male gehört? Ich gähne innerlich ständig, weil so unsäglich langweilig!)

Jetzt hat sich seine Ignoranz zum Bumerang gemausert und ihn getroffen, nicht mich:

Die Bedingungen haben mich zur Weissglut gebracht, Null Rücksicht auf meine Behinderung und meinen Tagesablauf: Um 15.30 Uhr Treffen in Villeneuve. Zu der Tageszeit ist nun alles auf den Beinen, was Beine hat, genau die Zeit, die ich meide, dann liege ich ca. 30 Min. im Bett. Oft endet mein Gehtag um 15 Uhr, weil ich immer noch Wasser im linken Bein habe, meine beiden Beine müde sind und nach Hochlagerung schreien.

Als ich sagte, das passe mir nicht, kam das Angebot, sich zur gleichen Zeit in Bern zu treffen. Genau dann hat es mir mein Hutschnürchen gelupft. Es ist stinkegal wo, ich bin überall behindert und NEIN,ES LIEGT NICHT AN MEINER AUTOTAUGLICHKEIT, ES LIEGT AN MEINER GEHFÄHIGKEIT.

Dann habe ich gefunden, in solch ein behindertenverachtendes Ambiente will ich niemals. Genau den Mist habe ich schon hier im Wittikofen und nein, es macht überhaupt keinen Spass. Hier findet der Ausschuss 29/31, diese Häuser müssten ein gemeinsames Sozialleben haben. Die definieren ihre soziale Zusammengehörigkeit tatsächlich über zwei Hausnummern. Bloss unter mir sind sämtliche Wohnungen halb so gross, Neid inklusive.

Ironie pur: Mit meinen nur NeiderInnen verbringe ich freiwillig Zeit!!!! Mein Leben war schwer genug. Als Erfrischung brauche ich keine Ladung potenzielle NeiderInnen. Jupiter ist in der Stadt, in einem Hochhaus, Anonymität willkommen.

ICH WILL MEINE RUHE HABEN UND NICHTS ANDERES UND OB HIER ODER IM ALTERSHEIM: ICH BIN EINE GENERATION JÜNGER, ALS DER AUSSCHUSS UND DER SOLL SICH MIT SEINER ALTERSGRUPPE VERGNÜGEN UND GUT IST.

Ich will Spass haben in meinem Restleben und die Spassbremsen können dort bleiben, wo sie sind, immer weit weg von mir, bitteschön.

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