Nachdenkliche Laune:Vergewaltiger im Krieg

Quelle SRF: Dort wird klar aufgezeigt, dass Vergewaltigung im Krieg ein patriarchales Machtinstrument ist und mit den jeweiligen Rollen sehr viel zu tun hat: Die Frau ist schwach und ihre grösste Demütigung,ist die Entwürdigung ihrer Intimität, die sie noch niemanden geschenkt hat, in den Anfängen ihrer Sexualität ist oder klar zugeordnet zu einem Partner, einer Partnerin oder einem Mann oder einem verstorbenen Mann.

Wenn ich sexuell belästigt werde, geht es nie um mich, es geht nur und ausschliesslich um Männerphantasien, um das Gegenüber. Deshalb kann der oder die Traumatisierte im moment des Geschehens dissoziieren und in Gedanken, im Kopf den eigenen Körper verlassen.

Ganz schlimm die kulturelle Reaktion: Da vergewaltigt-worden-zu-sein, selbst im Krieg verachtet wird, schweigen vergewaltigte Frauen und noch viel belasteter vergewaltigte Männer. Erst durch diese Tabuisierung und die totale Überbewertung der Sexualität, wird das Ganze so schlimm.

Aufbrechen kann frau den Teufelskreis nur, indem die eigenen Gedanken darüber geändert werden:

Gott gebe mir die Gelassenheit hinzunehmen, was ich nicht ändern kann….

Die Akutsituation ist darauf angelegt, ultimativ zu verletzen, aber nicht zu töten, damit das Gift Demütigung um sich greife, sich wie Hefe vermehre und vervielfältige…. Diese Sicht ist die der Täter und Opfer und nur darum funktioniert Vergewaltigung in den letzten Jahrzehnten immer häufiger eingesetzt als Kriegstaktik. Wie soll das irgendeine Psychiatrie in der Massenverbreitung auffangen? Es muss menschliche Mechanismen geben, damit umzugehen, ein Leben danach, so es einem vergönnt ist, zu gestalten.

Der Überlebenswille ist stark. Ich habe mich oft gewundert über mich, der Lebenswill kann siegen.

Die Akutsituation gestalten die Täter, die Opfer sind Opfer. Schon nur diese Sichtweise hilft: In der Situation war es so und diese Akutsituation ist Vergangenheit oder noch präsent, weil der Gegner im Krieg z. B. ein Gebiet vorläufig erobert hat. Dann kommt die Vergewaltigunssituation evtl. zurück oder der Gegner setzt auf Masse und vergewaltig nonstopp andere Frauen, weil die noch nicht dran gekommen sind. Am schlimmsten ist immer, wenn ein Mann vergewaltigt wird, weil seine Beschützerrolle zerstört wird und die körperliche Demütigung und bestimmt auch Körperverletzungen, so dass auch der Körper lebenslänglich gezeichnet ist.

Eine in der Zeitung vor Jahren gelesene Vergewaltigung einer Frau in Indien mit einer Eisenstange und Körperverletzungen, dass sie später starb, geht mir nie mehr aus dem Kopf.Es ist ein Machtgebaren, es geht um nichts anderes als Zerstörung, wie Bomben Häuser zerstören und führt es zum Tod, dann wie unter Armeen auf dem offiziellen Kriegsfeld.

Völlig unvorstellbar, wie kaltblütig Mensch gegen Mensch sein kann, wie ein Kind, das einem Insekt einzeln die Flügel ausreisst und beobachtet, das dieses Insekt noch zappelt, aber nicht mehr fliegt. Kommt die Mutter dazu oder der Vater, lernd dieses Kind sofort, dass dieses Insekt nun Schmerzen hat und sterben wird.

Einer Armee lehrt niemand was, die ist in ihrem System und bis Menschen grausam werden, müssen sie sich selbst verachten und das kann man ihnen beibringen, gängige Praxis, sie werden gedemütigt, selbst geschlagen und vergewaltigt und dann ist die böse Saat gesät.


Ansatzweise funktioniert die Isolationshaft PZM dito: Es ist extrem demütigend, wenn Menschen sich im Patientenzimmer ihrer körperausscheidungen entledigen müssen. Das kann zu Selbstverachtung führen. Ich verachte nicht mich, aber ich verachte dieses System.

Natürlich will die Pflege und die Ärzteschaft den betroffenen PatientInnen weismachen, das sei zum PatientInnenwohl geschehen. Politisch nennt man das GEHIRNWÄSCHE.

Die funktioniert. Es gibt PatientInnen, die sind dankbar für Zwangsmassnahmen. DAS IST DANN ECHT VERRÜCKT.

Das wird im PZM täglich gemacht, ohne mit der Wimper zu zucken. Leider, leider bin ich psychisch gesund und durchschaue solche Ungeheuerlichkeiten nur menschenverachtend.

Offiziell dankbare PatientInnen stehen unter schwersten Medikamenten wie Haldol, Orfiril, Lithium oder mir Unbekannten. Wer so sediert ist, schwatzt noch viel Dummes, wenn der Tag lang ist. Nicht alles dummes Geschwätz ist der Person zuzuschreiben, wenn seine Neurologie per Psychopharmaka in einen anderen Zustand versetzt wurde.

Das ist auch eine Psychiatrielüge: Als ich keine Termine mehr einhalten konnte, war das ICH. Mumpitz es waren glasklar DIE MEDIKAMENTE.

Ich bin ich und heisse weder Lithium noch Orfiril noch die Kombination von beidem!!!

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