Sich abgrenzen können

Wenn ich mich jeweils schwer, bis ganz fleissig gewundert habe, wie Angestellte oder Selbständige in Unrechtssystemen arbeiten können, wie wenn es das Selbstverständliche der Welt wäre, dafür gibt es ein Zauberwort: Sich abgrenzen können.

Einige sind total blind, die wissen nichts besseres.

Aber es gibt auch solche, die wollen den Lohn sehen, die erledigen vielleicht ihren kleinen Arbeitsbereich gut oder sehr gut, vielleicht angespornt gut, weil sie genau verstanden haben, was abgeht.

Immer grenzen sie sich ab, fühlen sich nicht verantwortlich für die Ethik ihrer Firma oder in der Psychiatrie, Psychologie, Medikamentenabgabe, nicht zuständig für die Frage: Wie menschenverachtend ist das, was hier abgeht und Mitmenschen angetan wird?

Der Eigennutz steht zuvorderst und der Rest wird ausgeblendet.

Ein einziger ging bewusst weg aus der Abteilung mit Zwangsbehandlung in der Psychiatrie und sein Kommentar: Zwang bringt nichts.

Alle anderen lügen sich ihre kleine Welt schön.

Je nachdem ist ihnen menschlich nichts vorzuwerfen, im Gegenteil es wäre noch viel schlimmer, wenn nicht irgendwo ein Fizelchen Gerechtigkeit in den tristen Alltag kommen würde.

Ohne Lichtmomente, ohne Angestellte, auf die sich die Gefolterten freuen, wie auf eine Verschnaufspause, partiellen Schutz, wäre das Ganze noch perverser.

Ganz klar ist die personelle Fluktuation Pflege im PZM Psychosehaus sehr hoch. Das scheint ein Ausweg zu sein, Jobwechsel.

3 Gedanken zu „Sich abgrenzen können

  1. Schön wäre es, mir fehlt die Zeit und Logistik: In meinem Block wurde mein rotes Dreirad kaputt gemacht, so kaputt, dass ich nun im Bett liege und auf einen neuen Ersatz warten muss. Ich rechne mit Monaten. IV halt.
    Ich muss mein Erbe ordnen, sowohl Hausrat wie auch der Rest. Das ist ein Aufwand in Extremis. Insbesondere die letzten fünf jahre ist alles nur liegen geblieben.
    Die Autos, beide sind für 15 tausend repariert worden, fertig geflickt sind sie nicht.
    Meine unerledigten Arbeiten werden nicht kleiner, weil die Zeit schneller läuft, als ich aufarbeiten kann.
    Sämtliche Fachpersonen waren die ultimative Katastrophe und haben mich finanziell übers Ohr gehauen in Millionenhöhe. Ein Schaden von hunderttausenden geht unter mittlerer Katastrophe. Das ist irrwitzig, aber ganz klar Verantwortung.
    Frage ich beim Rechtsdienst nach, kommt klar die Antwort: Neue Rechtsvertretung suchen, nicht alle Notare, Betriebsökonomen und Anwälte sind so schlecht. Auftrag: Finde einEn Guten.
    Geerbt zu haben, macht keinen Spass. Ich will ein Wohnmobil und dann wieder reisen. Reisen macht Spass, mit Standheizung im Winter. : – )

  2. Hallo Frau v. Graffenried!
    Schön, sind sie wieder in Bern. Warum schreiben Sie sich nicht für das kommende Herbstsemester als Gasthörerin an unserer Theologische Fakultät ein und besuchen ein paar Vorlesungen zur heutigen feministischen Theologie? Ganz ohne Prüfungsstress… Freundliche Grüsse!

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