„Persönlich“, SRF vom letzten Sonntag

Manchmal höre ich diese Sendung gerne.

Welche Themen sind in der Luft, was schafft es bis zum Small Talk bein Apero, was ist Thema. Es handelt sich nicht um Nachrichten, das Format interviewt sog. persönlich zwei Personen, die nichts miteinander zu tun haben, dessen Berufe oder Biographien sich immer sehr unterhaltsam anhören, verschiedene Lebensentwürfe beinhalten. Wer die Lacher auf seiner Seite hat, hat gewonnen.

Da war diese Frau aus der Wirtschaft, heute selbständig, früher u. a. bei Banken angestellt. Im Cüpli-tonfall erzählt sie, was einerseits längst bekannt ist, anrerseits skandalös ist.

Sie musste lernen zu bluffen in ihrem Arbeitsumfeld. Nein, es geht nicht um Leistung, sondern den besten Bluff. Weil alle bluffen, blufft irgendwer am besten und dieser Ewigbluff verselbständigt sich, Blufflügereien werden so selbstverständlich, dass die Lügner sich selbst nicht mehr durchschauen.

Wie lange funktioniert das gut? Wann ruft ein Kind, frei nach dem Märchen des Kaisers neue Kleider: „Die sind alle nackt!“

Es braucht ein Nichts, dass sowas in sich selbst zusammenfällt. Solange der Eierschalentanz funktioniert, weil letztlich alle berücksichtigen, dass Eierschalen zerbrechlich sind, funktioniert alles gut. Bis irgendeineR kommt, der die Regeln zu seinen Gunsten missachtet und verändert wie Putin weltweit und dann kracht es gewaltig.

Putin führt die gesamte Welt vor. Wieweit er mit China einig ist, ist nicht durchschaubar. Der Westen wird mit sehr vielem seines Versagens konfrontiert. Er hätte die Welt viel besser, gerechter und fairer führen können, was immer sein Credo versus Diktatoren war.

In x Bereichen muss er nun ganz tief in die Tasche greifen, um vergangene Fehler auszumerzen und die verheerende Spirale, die Natur, die Umwelt geht kaputt, die Reichen werden reicher, der Mittelstand spürt den Druck Richtung Armut, hat keine Ahnung mehr von einem Mittelstandsleben, weil er auch alles sofort will.

Aussenpolitisch warten riesige Herausforderungen, ein Wettrüsten läuft auf Hochtouren und innenpolitisch ist es überall nicht die Mitte, der Konsens, der Meinungen politisch führt, sondern die Populisten, schwarz-weiss ist Trumpf, was auch eine Menge Arbeit bedeutet. Eine Stimme behauptete, die USA stehe am Abgrund.

In guten Zeiten Lüge und unvorbereitet für schlechtere Zeiten.

Es geht schon lange nicht mehr darum, was alles heute, hier jetzt konsumiert werden kann. Vor wenigen Tagen war ich konfrontiert mit Mehltau auf einer meiner Balkonpflanzen, die ich nicht ausreissen wollte.

Also Google fragen, was tun. Ich hasse irgendwelche Riesenpackung mit irgendwelcher Chemie, die dann meine Urgrosskinder entsorgen können, weil sie stehen bleibt, nur eine Pflanze retten soll.

Antwort Google: Backpulver, wenig wertvolles Öl und Wasser. Das hab ich alles, sprühe die korrekte Mischung auf die Pflanzenblätter, was wöchentlich oder 14 täglich zu wiederholen ist. Mal gucken, ob der Mehltau sich zurückzieht vor der Mischung.

Auch interessant: 42% der Schweizerhaushalten sind verschuldet, nein, nicht nur Hypotheken, sondern geleaste Autos und Konsumkredite oder unbezahlte Rechnungen. Wenn es sich nicht um ungerechtfertigte Rechnungen handelt, klassischer Fall Telefonexotik, wenn es Schulden ohne Deckung sind, dann macht es irgendwann bumm und die aufgeblähte Wirtschaft fällt in sich zusammen, z. B. Autos.

Kein Mensch braucht geleaste Autos, nur Behinderte brauchen vier Räder für den Eigentransport. All die Jungen mit Porsche, schwarz, scheint sich um ein Modeauto zu handeln, können was anderes fahren, was ihrem Portemonnaie entspricht.

Schwarze Autos sind out. Farbe ist diese Saison angesagt. Irgendwer hat sich in der Farbwahl vergriffen. Die aktuellen Modefarben verleiden zumindest mir ganz schnell. Wenn das vielen Menschen so geht oder gar den AutobesitzerInnen? Farbe ist hübsch, aber sie sollte nicht umgehend langweilen.

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