Blatter und Platini, mehr Fragen als Antworten

Das Urteil wurde gesprochen. Ein Urteil wird gefällt. Es wird nicht dem Recht zum Durchbruch verholfen, sondern ein irdisches, weltliches Urteil wird gesproche gemäss den geltenden Gesetzen oder gegen diese.

Noch bevor die schriftliche Begründung vorliegt, lese ich in SRF NEWS den Satz: In dubio pro reo.Im Zweifel für die Angeklagten und eben nicht fürs Recht.

Also, wenn die beiden unschuldig sind, haben sie jahrelang mit dem Zweifel gelebt, evtl. schuldig zu sein. Insbesondere Platini will das nicht auf sich beruhen lassen, dessen Karriere wurde jäh zerstört.

Jetzt kommen all die anderen Protagonisten ins Spiel: Was war die Rolle des Anklägers Michael Lauber? Warum ist die Anklage zu Recht erfolgt und der Freispruch ebenso? Das ist ein logischer Widerspruch in sich selbst.

Ein schlechtes Licht werfe dieser Freispruch auf die jetzige Führungselite der FIFA. Statt was aufgeräumt, neue Probleme entdeckt?

Fragen über Fragen türmen sich auf und das Urteil kann weitergezogen werden.

Solche Langfädigkeiten sind nur ermüdend und die schweizerische Gerichtsbarkeit macht einmal mehr eine schlechte Falle: Zu Unrecht sollte praktisc niemand angeklagt werden, weil das Leben und wie bei Platini Karrieren zerstört.

Gerichte sollten die Rechtsfrage nachvollziehbar beantworten und sie nicht wie eine zu heisse Kartoffel weiterreichen und 20 bis 50 Jahre post mortem der Beteiligten kommt dann die historisch korrekte Antwort ans Tageslicht. Solche Rechtssprechung braucht niemand, nicht einmal ein Rechtsstaat.

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