Was will das Opfer?

Die SRF Sendung von gestern fragt das einigermassen süffisant. Das Opfer will nichts anderes als das was ALLE WOLLEN:

SEIN LEBEN, SELBSTBESTIMMUNG UND NICHT FREMDBESTIMMUNG NOCH FREMDBESCHÄFTIGUNG.

ES SOLL ENDLICH AUFHÖREN: STOPP.

Eine Frau war mit Alkohol und Schlägen konfrontiert. Da fehlt es an grundlegendem Fachwissen: Diskutier nie mit einer vollen Flasche. Al-Anon hat mich gelehrt aus Selbstschutz nicht zu provozieren. Wenn das Angehörige aufs Karusell aufspringt, dann ist die Katastrophe vollkommen.

Suchtaufklärung in der Schule sollte längst beides umfassen: Wird nicht süchtig und wenn du mit Sucht eines nahen Menschen konfrontiert wirst, mach nicht die Fehler, die praktisch alle machen. Die Sucht gewinnt den Machtkampf.

AA und Al-Anon sind fast hundert Jahre alt, das Wissen ist längst da. Aber gutes Geld verdient die Schulmedizin, wenn sie so tut, als wisse sie nichts. Al-Anon verhindert Gewalt in Familien. Al-Anon zeigt auf, wann die rote Linie überschritten sein könnte. Al-Anon hat immer empfohlen, halt die Autoschlüssel bereit. Voll logisch bin ich mit beiden Kindern und dem Auto geflohen, ganz ruhig, genauso wie ich es vorgängig gelernt hatte.

Sucht ist omnipräsent: Wenn die Menschen auf dem Heimweg vom Skitag sind, auf der Autobahnrastätte, vibriert die Luft. Dann geh, verschwinde, diskutier nicht mit Kokain, Alkohol und allem dazwischen. Wenn Sucht omnipräsent ist, dann sind Angehörige ebenso omnipräsent, aber völlig unsichtbar.

Was macht die Schweiz? Sie hat jede Menge Studien über Sucht und tut immer so, als ob es keine Süchtigen im Alltag gäbe: Sucht ist immer der andere, nie ein ich, immer der nebendran.

Wo das enden kann, erzählen die Restgehirne im Psychosehaus PZM und garantiert anderswo: Wenn Menschen unter 25 Jahren immer die gleichen paar Sätze wiederholen wie Altersdemente. Die leben noch 60 Jahre und selbst, wenn die Sucht gestoppt werden könnte, da ist kein Gehirn mehr zuhause, das ist in einer Psychose, mehreren untergegangen oder von den Suchtmitteln diretissima zerstört worden.


Ein junges Opfer einer Vergewaltigung hat genau beschrieben, wie es ist, sich dauernd unsicher zu fühlen, die Vergewaltigung könnte sich wiederholen. Das Opfer ist und bleibt Frau, der Täter ist dort, wo frau ihn nicht vermutet.

Das Motiv der Überrumpelung kam insbesondere bei den Vergewaltigungen: Der Täter führt das Opfer aus einer sicheren Situation genau in seine Tatszene. Das Opfer kann es nicht wissen, der Täter arbeitet mit Überrumpelung, dann kann sich das Opfer weniger gut wehren und ja, es funktioniert.

Das Opfer der Schläge hat weit aufgerissene Augen noch Jahre später und wundert sich, dass es liebenswert sein könne. Das Gift ist dort wie eine Haldoldepotspritze: Die Hochzeit war so schön, alles fing so gut an, wenn das Opfer wissen könnte, wie dieser Paradieszustand wiederhergestellt werden könnte und es gab in real, dann wäre alles gut.

Wenn, wenn, wenn……etwas vom Giftigsten und Alkoholkranke sind oft sehr begabt, sehr interessant, sehr liebevoll, wenn nur diese Sucht weg wäre. Wenn, wenn, wenn…..die Sucht ist so real wie die schöne -Hochzeit, die Sucht ist die Gegenwart inklusive Schläge und die Hochzeit ist Vergangenheit, ist VORBEI.

Al-Anon hat immer gelehrt: Lass den Suchtkranken die Konsequenzen seiner Sucht selbst tragen. Ein Beispiel aus der Literatur ist mir geblieben: In den USA hatte ein Mann ein Loch in die Zimmerwand geschlagen. Das Loch blieb. Erste scheinbar vernünftige Reaktin: Die liebende Ehefrau lässt das Loch sofort reparieren. Al-Anon empfiehlt, diese Komfortzone für den Suchtkranken nicht zu tun. Immer, wenn der Suchtkranke das Loch in der Wand sehen muss, wird klar, dass irgendwer genau das Loch in die Wand geschlagen hat.

Wenn der Suchtkranke irgendwo liegen bleibt, unbedingt liegen lassen, wenn er nicht erfriert. Wacht der Kranke am Morgen auf dem Boden auf, hat er die Möglichkeit zu entdecken, dass er NICHT IM BETT GESCHLAFEN HAT.

Das Klischee die Familie ist der Hort all dessen, was gut ist, ist ein Tabu, dass gerade die dysfunktionale Familie wörtlich. ums Verrecken aufrecht erhalten will, wenigstens den SCHEIN WAHREN. In der Hinsicht ist unsere westliche Gesellschaft total verlogen. Covid hat diese Verlogenheit kurz aufblitzen lassen.

Mona Vetsch und wer immer diese Sendung gemacht hat, ist dagegen sowas von immun: Die Statistiken beweisen das Gegenteil, Mona Vetsch will von Nowak nur eins hören, dass er die Liebe seines Lebens gefunden hat und nun alle i. O. ist.

Nieder mit solchen verlogenen, niederträchtigen Tabuklischees. Liebe, die romantische Liebe heilt gar nichts. Fachwissen, nicht Klischees, sondern Fachwissen kennen und ANWENDEN KÖNNEN, ÜBERTRAGEN IN DEN ALLTAG, DAS IST DAS A UND O.

Die Frau, die geschlagen wurde sagt wörtlich, dass sie sich über sich selbst ärgert, wenn sie ihren neuen Partner löchert mit der Frage: Liebst du mich? – Er sitzt daneben, die Gelassenheit in Person. Er springt nicht auf das Karusell auf und wenn nur einer nicht mitmacht, ist das Spiel, das Negative zwar da, aber überhaupt nicht lebensbestimmend. Diese Leitung ist gekappt, einer trägt die Verantwortung, der andere hat Zeit zu gesunden.

Ich habe mir immer gewünscht, AM SCHÄRME LEBEN ZU KÖNNEN.

SCHÄRME

SCHÄRME

SCHÄRME

Weil der nie gekommen ist, bin ich hellwach geworden, plaudere nonstopp, prüfe ohne Unterbruch sämtliche Gegenüber und wenn ich die Worte und Taten des Gegenübers im Widerspruch erkenne, dann bin ich weg. Ich bin ein klassisches Fluchttier geworden, früher bin ich vor Schreck erstarrt und war nur Opfer. Heute verlasse ich das Setting und bin dann mal weg.

Ich schaffe mir meine Oasen: Ich ertrinke gegenwärtig in Administrativem. Ich habe drei Oasen: Urban gardening und Pflanzen für meine Wildbienen, Windows Colours und Eli meine geniale, kleine Katze.

An der Interaktion mit Eli erkenne ich, wie ich mich verändert habe: In den Institutionen wurde klar, wie gut ich bin im Vergleich zu andern: Ich mache alles, was ich tue auf einem hohen Niveau der Perfektion.

Ich lasse los und gönne Eli und mir Freiräume, Ruhepausen von Perfektion, ich muss nicht die beste Katzenmama der Schweiz sein und ich bin dank Obergerichtsurteil Bern, Januar 22 frei von Angst. Diese Freiheit, diese Theoretische, hole ich praktisch in meinen Alltag mit Eli: Ich bin verantwortungsvoll und darf lachen.

Eli reagiert darauf und ist ganz anders als ihre VorgängerInnen. Sie tut immer so erwachsen, hochgehobener Schwanz und würdevoller, angemessener Schritt und ich gucke zu und bin vergnügt.

Lage aktuell: Eli kommt zuoberst auf ihren Katzenbaum rauf, nach so kurzer Zeit(!) und nimmt die oberste, dritte Plattform als Schlafplatz, guckt von oben auf mich runter: Ja ich lache und wie!

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