Freizeitgestaltung in der Stadt Bern nur Alters- und Behinderungsfeindlich

Fachausdruck: Segregation

Also hinter dem Marktgassmigros versperren Freizeitstrassenmöbel zwei Behindertenparkplätze. Undank sei dem Stapi, meinem baumlangen, jüngeren Cousin, 60 Jahre alt und nur zu gebrauchen, um in die Aare vom Schifflein geschubbst zu werden und grünliberales Grossmaul zu spielen. Charakterlich taugt der nicht einmal als Flaschenpost.

Fährt man hinter dem Marktgassmigros weiter, kommt man an irgendeinen Platz: Bundesplatz ist weiter weg, könnte sich um Bärenplatz oder Waisenhausplatz handeln. Nochmals Freizeitmöbel, allesamt nur Hocker ohne Rückenlehne: Es gibt 20% Behinderte, die Babyboomer sind zunehmend im AHV-Alter. Uns allen verbietet die Stadt Bern uns für moderne Musik bzw. öffentliche Veranstaltungen zu interessieren mangels Sitzgelegenheit.

Nicht jung, nicht topfit, verschwindet alle aus unserem Öffentlichkeitsbewusstsein:

Segregation

Zu seinem 60 sten wahlweise einen Rollator oder Handrollstuhl bekommen sollen, um sich in seiner vergammelten Stadt zu bewegen: Praktische Konsequenzen öffnen dummdreisten Juristen manchmal die Augen. Der Herr Burgerratspräsident hätte man dito ausrüsten sollen, er ist 9 Jahre älter und hat nicht nur nichts, sondern überhaupt gar nichts begriffen. Seine Mama war meine Gotte. Dass sie nichts begriff, habe ich ihr schon zu Lebzeiten verziehen, diese Generation war zu früh geboren worden.

Wenn ich mir eine überdeutliche Sprache diesen beiden Herren gegenüber erlaube, dann deshalb: Mein Studium, Theologie ist eines der Schwierigsten, also Ehre, wem Ehre gebührt. Juristen und Notare haben vergleichsweise einfache Studien mit maximaler Selbstüberschätzung und einem klassischen Stundenlohn bruttobrutto von 250.-SFr. Mit Einbildung allein und ohne Auftrag einen solchen Stundenlohn einzustreichen hat ebensowenig Berechtigung wie Physio- und Psychiatriefolter im Kanton Bern.

Erschwerend hinzu kommen die längst erwachsenen Kinder: Wer spielt mit wem, wer hebt uralte Feindschaften auf, weil die eigenen Kinder sich befreundet haben. Zudem gibt es kleine Generationsverschiebungen, alte Väter bzw. junge, dito bei den Müttern. Meine ältere Schwester hat zwei Kinder im Alter meiner Jüngeren. Der Cousin mütterlicherseits war ein Spätzünder. Der war immer schon so erwachsen und wir kleine Mädchen. Seine Kinder sind oder waren mit meiner Älteren liiert.

Eine Weile habe ich in der jüngeren Generation zumindest mitgehört. In der Zwischenzeit interessiert mich das Thema nicht mehr: Dummmdreiste Eltern, was soll da Gutes rauskommen? Als Faustregel, ganz Grobe gilt: Wer nicht auf fb zu finden ist, gehört nicht zu den Dümmsten. Ich finde es spannend, wie fb langsam verschwindet in der Kindergeneration. Einige sind noch da, tendenziell die, die mich überhaupt nicht interessieren. Mich interessiert kein Kontakt, aber die grossen Linien. Wie hat sich wer im Leben zurecht gefunden, die Tradition der Eltern übernommen bzw. sich distanziert. Welche Charaktereigenschaften haben sich durchgesetzt: Jmd. aus der Kindergeneration hat Chinesisch gelernt. Eine kluge Entscheidung finde ich: USA verschwindet evtl. noch schneller als ich befürchtet habe.

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