Gesundheit heute Gesundheit vorher

Jetzt campiere ich hier schon zweieinhalb Monate, was für mich eine Verbesserung und Verschlechterung ist:

Aus dem Wohneigentum mich rauszuwerfen, das ist praktisch unmöglich, weil es sich um Wohneigentum handelt und ich noch nicht einmal Trompete übe. Selbst wenn ich Trompete übe, sitze ich zuoberst und nicht irgendwo in der Mitte. Aber keine Illusionen, der Beton leitet. Umgekehrt ist so gebaut, dass ich praktisch nichts höre, was ich schäte: Man geht nicht zusammen aufs WC und hört das Rauschen, keine Waschmaschine oder Abwaschmaschine lässst auf Gewohnheiten von MitbewohnerInnen schliessen, es ist in der Regel still. Höre ich unbekannte Geräusche, ist es der Freund Wind und neu Eli.

Ich muss mich immer akustisch an was Neues gewöhnen. Ich höre, was läuft, ich gucke nicht nach, die Wohnungskontrolle läuft über die Ohren, das war schon immer so.

Ich liege bis zum Umfallen, ich lese leider noch nicht, wie ich früher gelesen habe: Innerlich bin ich ruhiger geworden, weg vom nur Fluchttier, aber es brauch noch mehr Zeit.

Meine körpermitte stresse ich nicht mehr mit Knöpfen und Reissverschlüssen, entweder schnürt nichts meine Körpermitte ein oder es ist weich: Tricotstoffbund in allen Farben und Varianten. Demendsprechend massiv sind die Schmerzen zurückgegangen.

Mein linker Unterschenkel und mein linkes Bein wird entwässert: Ich habe praktisch Null Wasser drin trotz Hitze, das ist ein genialer Fortschritt.

Ich lerne immer besser, Bewegungen im Sitzen zu organisieren, sitzen wird zur Gewohnheit. Stand ich früher noch, weil ich es nicht besser wusste, neue Bewegungsabläufe mir nicht geläufig waren, so ändert das sich fortlaufend: Ich stehe nicht mehr unter Schmerzen schnell, ich sitze langsam. Das ist eine neurologische, massive Erleichterung: Jeder Schmerz, den ich nicht habe, muss ich weder aushalten noch psychisch verarbeiten.

Ich bin guter Dinge, dass ich trotz Körpermitte und Restschmerzen irgendwann sitzend töpfern können werde. Übungsfeld momentan: Windowscolours. Da male ich sitzend kurze Einheiten, aber immerhin.

Meine Rückenmuskulatur verteidige ich z. B. mit Kehrichtsack selbst runterbringen. Es kommt vor, dass er vor der Tonne stehen bleibt, aber selten: Vielleicht zweimal in zweieinhalb Monaten. Also verantwortbar wenig.

Es ist ein Hochselakt, welche Bewegungen, welche Muskulatur ich verteidige und was ich aufgebe, weil die Gesamtenergiebilanz überhapt nie gestimmt hat: Intelektuelle Karriere versus Bodenbeschaffenheiten auswendig lernen, um Augen zu kompensieren. Ich weiss wem es spinnt: Der Gesellschaft und IV, die Hochbegabte nur verachten. Meine letzten Jahre mache ich mit meiner Hochbegabung genau das, was ich entscheide und nicht, was eine nur durchgeknallte Gesellschaft von mir verlangt.

Ach ja und klar stelle ich einen Plan für Trompetenstunden auf und ebenso klar: Nur noch aus dem Kopf spielen OHNE NOTENLESEN!!! Mich würde es riesig freuen, nur noch über die Ohren zu spielen. Das trainiert zudem mein Gedächtnis auf sympatische Weise. Schlecht ist das niemals. Meine verminderte Gedächtnisleistung kannich gezielt fördern, aber niemals mehr ÜBERFORDERN. Wenn die Augen ganz ausfallen sollten und ich ohne sie selbst Musik machen kann, ist das nur ein Gewinn. Radio hören ist dieser Tage ein ewiges Wiederholungen hören. So bis dreimal halte ich es aus, wenn mich ein Thema interessiert und danach kriege ich einen mittleren Wutanfall und wechsle regelmässig den Sender. Die Auswahl an Schrottsender wäre beliebig gross. Qualität ist rar. Was ich nachhole sind im TV Nachtcafe-Sendungen. Für gesellschaftliche Themen sind die erstaunlich differenziert, neutral und oh Wunder, fast immer haben die Fachpersonen fachlich was zu bieten, halten sich an die spirituellen Gesetze in ihrem jeweiligen Fachgebiet. Neulich sah ich eine Sendung, da strahlte eine Frau, sie habe sich Zeit nehmen können und alle Klassiker wiedergelesen. Spirituelle Gesetze, Bildung per Klassiker, das würde mir auch sehr passen. Dumm sterben kann jeder. Intelligent sterben braucht Eigenleistung.

Ich hätte jederzeit Pfarrerin sein können mit meinen Augen, wie sie sind. Im Gegenteil, die SeniorInnen hätten mich noch mehr geliebt, wenn ich zögerlich vom Licht in einen dunkeln Raum geschritten wäre und mir meine Zeit für unregelmässige Schwellen genommen hätte. Nüchtern betrachtet, ist es wenig, was mich verdaungstechnisch an den absoluten Anschlag bringt: Etwas mehr Zeit und nein, ich bin weder normal, noch will ich normal sein und eure Probleme sind Gott sei Dank nicht die Meinen und ich habe so sehr das Recht wie ihr, dass meine gesundheitlichen, somatischen Probleme Ernst genommen werden und im Unterschied zu euch allen, habe ich eine berufliche Karriere hingelegt, OHNE EUREN VERDAMMTEN FILZ WERTE BERNBURGERINNEN.

Während ihr Cüpli sauft und euch verfilzt, habe ich gearbeitet und wie!


Ganz grob die SPIRITUELLEN GESETZE: Ich definiere sie als die universelle Weisheit, ich hole sie mir in meiner Kultur, im evang.-ref. Christentum, ganz klar mit Hilfe von Al-Anon:

  • Das Leben ist ein Geschenk und ENDLICH
  • Atmen kommt zuerst
  • Trinken
  • Essen
  • Kleidung
  • Behausung
  • Lernen, braucht Anerkennung der Leistung
  • Berufsarbeit, braucht in meinem Fall Berufung. Nichts Gutes kommt raus, wenn, ein Mensch unter- bzw. überfordert ist. Die weitverbreitete Prahlerei im Westen, das Verleugnen sämtlicher massiven Probleme unseres westlichen Lebensstils führt und gerade wohin? Vorsichtige Stimmen mahnen biblisch: „Ändert euch.“ Ändert euch ganz schnell, meine ich und weiss nicht, ob es noch reicht, diese Änderung durchzuziehen zwecks Überleben nachkommender Generationen.
  • Die Welt ist Schöpfung und wir haben nur EINE. Machen wir die kaputt, die Welt kann sehr gut ohne die Menschen, der Mensch kann nicht ohne die Welt.
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Die spirituellen Gesetze kennt man daran, dass sie für alle Menschen der Welt gelten unabhängig von deder religiösen oder weltlichen Ideologie: Wenn jetzt irgendwelche Ernährungsfanatiker kommen, die behaupten das Alleinheil zu besitzen, via Überheblichkeit und Schuldgefühle alle andern unterordnen wollen, dann sei ihnen geflüstert: Sie haben nicht das Heil für sich gepachtet, sie sind ExtremistInnen und so kurzsichtig wie alle religiösen Sekten, die mit ihrer Weisheit missionieren wollen.

Fleisch ist Nahrung, wo Fleisch produziert wird, Milchprodukte sind Ersatznahrung in bescheidenem Umfang und nicht der heutigen irrwitzigen Ideologie, weil Milch ein Produkt der Tierhaltung ist. Wenn Weiden zu Tierhaltung führen, soll alles verwertet werden auch Fell und Leder…..vegane Schuhe, welche Idiotie, weil Kunstoff und damit Erdöl: Zuerst Denken und dann posaunen. Im Norden lebet die indigene Bevölkerung von Fisch. Das macht Sinn. Überfischen irgendwelcher Gewässer ist Unsinn. Robbenfelle müssen weggeworfen werden. Das ist Ideologie und nur Unsinn.

Jeder Ideologie in Extremis ist Unsinn. Statt Urbevölkerung auszurotten, könnte man oft genau von ihr lernen, wie im Einklang mit ihrer Umwelt zu leben. Die Schöpfung zu nutzen und zu bewahren ist eine Kunst. Die Welt zu vernichten braucht nur wenige Jahrzehnte. Technik wird uns retten müssen, gute Technik und keine Technik wie Strom aus Kohle, Atom oder was auch immer, die per definitionem die nächste Katastrophe darstellt: Wie ist das nochmal mit der Entsorgung der Batterien und deren Aufbereitung?

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