Die Wahrheit und Journalismus

Also, weil der 12 Stock hier so traulich mitliest und keine Ahnung hat von Journalismus, hier die frohe Botschaft. Ich blogge 10 Jahre und habe nicht eine Ehrverletzungsklage am Hals gehabt. – Der SVP-Glarner hat ein Ehrverletzungsklagebudget jährlich. SVP halt.

Könnte man googeln, könnte man herausfinden, wo ich Journalismus gelernt habe.

Wegen dem 12. Stock und seiner allbegeisternden Freundlichkeit (8-tung könnte Spuren von Ironie enthalten) habe ich als Haustiere Klapperschlangen angeschafft, die, so hoffe ich doch, meinen Stock nicht verlassen.

Jedes andere Tier kann vergiftet werden, sobald es meinen Stock verlässt und hinter meiner Tresortüre hervorlugt. Das wiederum will ich nicht im entferntesten riskieren und nein, ich muss es nicht einmal ausprobieren. Es ist legal und völlig i. O., wenn ich diese Eventualerfahrung präventiv vermeide.

Als nächstes kommt hier der Tierschutz vorbei und hilft mir Katzenklos reinigen!!!

Was für eine Provokation: Der 12. Stock fühlt sich gebissen von einem inexistenten Hundewelpen oder noch schlimmer Labrador, der nun alles abschlecken will, was ihm in die Quere kommt.

Schleck, schleck. Kommentar 12. Stock: Ein Kampfhund hat uns gebissen. Aber ich gehe mit dem 12. Stock einig. Der nicht vorhandene Hund hinterlässt die schrecklichsten Bisswunden. Also die Arztrechnung übernehme ich freiwillig. (-8-tung: triefende Ironie).

Also gegen Nur-Lügen und für den Brandschutz gehe ich auf Anwaltsuche. Anders schweigt der 12. Stock nie und nicht die bKESB, sondern die GVB kümmert sich um den Brandschutz. – Ich weiss, Abkürzungen sind Glückssache, je älter desto unglücklicher.

Dafür habe ich vor langer Zeit das Altersheim empfohlen und das Metallschränkchen im Vorraum ändert so überhaupt nichts, aber der Stocknachbar wird in die Pfanne gehauen, weil nicht informiert. Es freut mich zur Kenntnis nehmen zu dürfen, dass das arme Holzmeiseli und Bergchalet, beides Holz in die Wohnung zurückgefunden haben: Grossartiger Lehrerfolg, allerdings ist in der Tiefgarage immer noch das Holzmöbel, was dort so gar nichts zu suchen hat: Brandschutzordnung.

Was mit dem Wollteppich ist, weiss ich nicht: Der brennt nicht wirklich, das ist klar, aber ob der sich wellig macht im Brandfall? Nicht lustig um darüberzulaufen und meine Katzen erbrechen nur auf meine Teppiche. Dieser Megastress: Ein Tierchen erbricht auf Nachbars Teppich? Total uncool und genial für jede Rechthaberei. Teppiche gehören nicht vor die Wohnungstür in den allgemeinen und insofern öffentlichen Raum: Neulich ist mir ein Kehrichtsack umgekippt und etwas ausgeleert. Hat keinen gestört, der 13. Stock gehört mir allein.

Übrigens, es gibt andere, sinnvollere Beschäftigungen als Nachbarn ärgern.

Allerdings muss die Attikawohnung als die Grösste und Schönste immer mit Nachbars Neid rechnen. Ich empfehle einen Ausflug an den Lombachweg 11a. Die Attikawohnung war auch in meiner Erbmasse oder die Bundesgasse 28 oder die Egghölzlistr. 63 oder noch was, die Addresse habe ich leider vergessen.

Superneidisch kann man bei Schloss Burgistein werden. Ich finde NeiderInnen sollten echten Grund haben, neidisch zu sein. Eine kleine Attikawohnung so knapp vor der Abrissbirne, das ist gar nichts, das bringt nicht den Hauch eines standesgemässen Neides auf.

Wie mehrfach erwähnt, InsiderInnen sind informiert und die andern halten sich an Mike Müller*. Das Tel. der Polizei war superlustig. Der konnte nicht umhin zu lachen. Bei mir lachen alle, die freundlich zu mir sind. Ich bin ein gute Laune Verschenkerli, weil mir die Welt so gefällt und nicht a la 12. Stock:

Das Leben ist zu lang, um sich zu ärgern und zum Lachen ists zu kurz.

In memoriam Eva Aeschimann.


PS: Irgendwann ziehen dann meine Möbel hier ein. Einfach als Vorankündigung: Ich wohne hier und irgendwann zieht mein Hausrat ein. Für Unterbeschäftigte ist es dann Zeit, den Feldstecher hervorzuholen, um die Funkkommoden von den Ahnenportraits unterscheiden zu können. Kennzeichen: besonders sorgfältig verpackt :-)))).

…* Mike Müller hat eine Figur, die hat einen Namen , der sehr verbreitet ist in der Schweiz, den Rest kann sich jeder selbst denken und ich muss immer das Lachen verbeissen.

Mit meinem Nachnamen bin ich wahrlich nicht gesegnet und muss jede Pöbelei erdulden oder manchmal weise ich sie schlicht zurück. Wer im Dienstleistungssektor tätig ist, soll Anstand zeigen oder fertig lustig. Was ursprünglich ein durch und durch politisches Statement war, genannt Herrenhasser, ist heute zu gängiger, weitverbreiteter nur Dummheit verkommen.

Aber Mike Müller hat total Recht und die Ironie ist, dass solche Namensträger keinen Spass vertragen, wogegen der Polizist nicht umhin konnte, meinen Gedankengang zu würdigen. Der Polizist war sich der Gesetze absolut bewusst und wusste, dass er auf verlorenem Posten agierte. Danach kamen keine Polizeianrufe mehr. Die Kapo ist insofern wenigstens konsequent. Das wusste ich und der 12. Stock fiel promt rein auf meine Ansage, genau, was ich wollte: 12. Stock, Einladung der Polizei anzurufen, jetzt sofort. Der 12. Stock rief der Polizei an. So ein Pech aber auch!!! Zu dem Zeitpunkt hatte der 12. Stock mir massiv den Zugang zu meinem Auto erschwert und wer mich ärgert, muss mit Konsequenzen rechnen.

Wegschauen hilft nur, wenn die Gegenpartei aufhören will. Wenn nicht, ich lass mir sowas nicht mehr bieten. Der Ausschuss ist dazu da, zwei ganze Wohnblöcke zu tyrannisieren, weil nur unterbeschäftigt und vermutlich gelangweilt. Warum der dritte Eingang des Gebäudes nicht betroffen ist, keine Ahnung. Es könnte sich um Mietwohnungen versus Eigentumswohnungen handeln. Als ich mich verfuhr und dort reinwollte, hatte es einfachere Türen.

Die Handwerker berichten, das sei überall so, eine neue „Normalität“, die Neugierde der unterbeschäftigten SeniorInnen..

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