Polizei im Quartier

Bekanntlich bin ich eine Angsthäsin. Ich verfluche mein Schicksal, das praktisch bedeutet, dass wenn ich je am Abend wegginge, müsste ich das Auto in der Tiefgarage parken, mich und einen Elektrorolli entladen, in der tiefsten Dunkelheit, ohne Mond, pechschwarz die Nacht.

Das dauert dann fünf Ewigkeiten, mit dem Rolli zurück durch die Tiefgarage und überirdisch ins Haus. Das sind dann 10 Ewigkeiten mit viel zu viel Gebüsch unterwegs und x Schatten, die meine Augen nicht defrichieren können.

Echt, ich war Weltmeisterin im Rennen nachts von der jeweiligen Garage in das Haus oder die Wohnung, Schlüssel immer gezückt, sofort abschliessen und einmal tief durchatmen. Ich und langsam? Vergessen wir das sofort.

Wenn ein Polizeiwagen im Quartier, was verkehrsfrei ist, rumfährt, stellt sich die Frage, ob die heissgeliebte La Police einen Einsatz fuhr oder zur Ordnung schaut, also die ach so gefährlichen, bösen Männer, die nur in meiner Angst hinter den Büschen stecken, aufscheucht, wie meine Katzen die Krähen.

Tag danach: La Police auf dem hinteren Privatparkplatz. Ich glaube, die Ambulanzen, die hier sonst regelmässig vorfahren, haben hitzefrei.

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