In memoriam Liseli und Anettli Fuchsia

Anettli habe ich an die pralle Sonne gestellt, mein Fehler, mea maxima culpa.

Liseli ist diese Nacht vom Gartentisch gefallen und sieht schrechlich aus. Tatverdächtig, drei ausgewachsene Kampfhunde verteckt in Katzenbabiefell.

Ich habe sie umgehend höflich befragt. So süss können nur Hunde ihre Augen verdrehen, gemeinhin bekannt als treuherziger Hundeblick.

Eine Warnung an alle Frauen in Beziehungen oder auch nicht: Der letzte zweibeinige Hundeblick, der mich traf, war der des Mannes ohne Erlaubnis in meinem Bett. Sofort habe ich seine Teenietöchter darauf hingewiesen, wie schlecht ihr Papa sich benimmt und offensichtlich bei der Mama mit Hundeblick alles kriegt, was Gott verboten hat, Untreue inklusive.

Feministinnen, diese grässlichen Emanzen, schmeissen Männer mit oder ohne Hundeblick aus ihren Betten und ich habe ihn zu Küchenarbeit strafdelegiert und sein Handy einkassiert.

Der Hundeblick war elementar überfordert. Ich auch, habe mich auf den alten Bernburgeknigge besonnen, mir nichts anmerken lassen und mit den Teenietöchtern über deren unglücklichen Papa gelacht. Immer geeignet nicht vorhandene Tischmanieren. Das ist in jedem Film sehr lustig, vgl. Pretty woman.

Ich war Richard Gere und die hässliche Frau der männliche Hundeblick. Mein Happyend: Ich habe alle Schlüssel zurück.


Nächstes Trainingsprogramm für meine Babykatzen, einmal Pfötchen in die Höhe und dann gibt es ein Leckerli. So heben sie in Zukunft immer das Pfötchen, wenn ich mit Leckerlis komme. Menschensprache verstehen sie sowieso nicht.

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