Wie wird Ware ausgelesen?

Also als Erstes ging ein Paar Schuhe weg, die ich für mich gekauft habe. Logisch finde ich die hübsch. Sie gefallen mir. Schals hatte ich als unproblematisch betrachtet. Vergiss es, die Mandelkörpermilch liegt viel besser in der Hand.

Esswaren sind unproblematisch: Wir giggelten über rotes Reis und schwarze Linsen. Teigwaren, so gut, die trug jmd. gleich mit sich. An einem Ort war die Küche neben dem Eingang: BewohnerInnen und ich schleppten die Ware sorgfältig in die Küche und guckten und das Bild vom Grapefruitsaft an. Sieht ähnlich aber anders aus als Orangensaft.

An einem Ort gabst Datumskontrolle, weil Heime nichts Abgelaufenes anbieten dürfen. Der Claroladen hatte mich vorgewarnt: Datum des Öls: Irgendwas mit 2023. DAS ging durch.

An einem Ort waren zwar viele Frauen, allein sie waren krank. Um Chäferli nicht weiterzuverbreiten, Restware später abholen, Schals? Immer gerne.

Wenn wir Frauen wählen lassen, passiert was völlig Unerwartetes: Sie haben eine Meinung und WÄHLEN! Selbstbestimmung im Heimalltag, gibt es durchaus. DAS macht Spass.

Zwei Heime kriegen noch Gutscheine. Die hatte ich mit der Ware in der Wohnung liegen gelassen. Typische Fehlleistung meinerseits. Dinas Unfall lenkt mich ab und ich hatte behauptet, die Restorganisation im Griff zu haben. So täuscht sich frau: Früher war ich die Perfektion, jetzt bin ich alt geworden. Ich erledige Dinge nicht mehr 100%, aber etwa 90%.

meistens ist alles vorbereitet, wie gewollt, fliegt nicht von selbst ins Auto oder geht nicht selbst raus: Gestern erste Fahrt: Zügeldecken in die Umzugsfirma zurückbringen. Es war ein Tag, um den Viano leer zu kriegen. Ich weiss, warum mein Viano abgedunkelte Scheiben hat.

Der Scoda Roomster hatte eingesetzte Sichtschutze aus seinem Sortiment fürs Camping: Dessen Ganzjahresausrüstung war mein Bett, Koffer und oft auch Grill. Der war ein Pfadfinderli: Allzeit bereit. So musste ich, wenn ich weg wollte nur eine Kühlbox mit Frischware mitnehmen. Essen wurde in der Wohnung zubereitet, Salat immer vom Pflanzblätz. Einkaufen vermeiden, schliesslich will ich reisen. Oft konsumierte ich Kaffe und Gipfeli als Frühstück auf Campingplätzen.

So kam ich in Kontakt mit deren Warensortiment. Wenn die Kühlbox geleert war, war ich oft wieder zuhause.

Bei der ersten grösseren Reise im fernen Ausland, nämlich Österreich, fuhr ich durch kalte Bettendörfer und hatte Null Ahnung, wie ein Einkaufsladen in Österreich aussieht. Irgendwo war eine Bäckerei mit Cafe offen. Schon der Roomster war super in : EINMAL WENDEN BITTE. Was war ich stolz mir einen warmen Cafe mit Bäckereiware organisiert zu haben. – Niemandem weiter sagen: Das war erst am zweiten Reisetag. – Ich fühlte mich grossartig. Zu topen ist diese Leistung nur, wenn ich dazu im Cafe/Restaurant den Ständer mit Tageszeitungen finde.

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