Inclusion handicap Werbevideo in den Medien

Wie immer, wenn ich in dem Ausmass nicht einverstanden bin, Menschen mit Behinderungen via Behindertenorganisation in der Gesellschaft gängige Klischees zu pressen, kein Link.

  • Tapferkeit kommt immer gut an
  • Herzigkeit
  • Strahlendes Lächeln
  • Banalste Aussagen zur Alltagsbewältigung
  • Beziehungsstatus: Total normal
  • sog. Beruf, weil berufen, geht vermutlich eher unter, was Menschen meiden sollten, was natürlich dem Klischee entspricht, dass Behinderte gefälligst unten an der Nahrungskette sich einzuordnen haben.
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Vor Jahren, vielen Jahren, gab es in Bern eine Behindertenpolitik mit Fachpersonen, Behinderten und top ausgebildeten, behinderten Fachpersonen.

Heute ist das nur noch zum Fremdschämen, zu der Gruppe Behinderter zähle ich mich mit meinen herausragenden Leistungsausweis überhaupt NICHT.

Ich will Ernst genommen werden, weil ich ich bin und nicht aus Mitleid mit diesem putzigen, kleinen Behinderten.

Ich lache gern, weil vieles aus einer anderen Perspektive betrachtet, nicht so tierisch Ernst genommen, lustig ist und in 100 Jahren ist alles, was uns heute bewegt von der Zeit weggewischt. Lachen verschönert und versüsst das Leben. Aber ich lächle doch nicht verkrampft in eine Kamera, damit mich Normalos und Normalas lieb haben!

Der Alltag kann so mühsam sein wie irgendwas. Selten sage ich, wenn ich mir mit dem Hammer auf den Daumen haue und der wird blau und blutet: „Lieber Gott, ich danke dir für die Gelegenheit zur Selbstbeherrschung – realiter hatte ich gerade meinen Tarzanschrei vom Zaun gelassen – und danke dir für diese einmalige Chance, gelobt sei dein Name. – realiter finde ich wie immer, entweder Pflaster oder Schere, aber nie beides zusammen. Also wische ich das Blut an der Kleidung ab und schmeisse die, wenn das Blut versiegt ist in die Waschmaschine.

Das ist der Alltag und ein normaler Schussel hat keinen besseren. Es gibt Dinge, da muss ich ganz sorgfältig aufpassen.

Pflaster auf den Finger kleben, gehört garantiert nicht dazu. Mit dem Hammer würde ich meine linke Hand verletzen.

Ist die rechte Hand verletzt, kann ich mit links Pflaster weder abschneiden noch kleben. Ich müsste eine Blutspur(!) hinterlassend, in die Apotheke rollen, was schwierig ist, der Hebel zum vorwärts Fahren ist RECHTS!

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