Hinderniss, Behinderung, Hinderniss Behinderung überwinden bzw. kompensieren

Behinderung ist der korrekte Begriff für Meinereins und niemals Beeinträchtigung.

Es git überall Hindernisse, die Menschen überwinden, das ist eine alltägliche Erfahrung:

Unten am Berg stehen und auf den Gipfel wollen? Geht, wenn die eigene Fitness in Korrelation zur Leistung steht, die es braucht, um genau auf diesen Gipfel zu kommen. Ausrüstung nicht vergessen, Turnschuhe zuhause lassen, Hilfsmittel braucht es, ist der Gipfel zu erklettern, braucht es zusätzlich Kletterausrüstung.

Es gibt im Rennsport den Hindenisslauf als akzeptierte Disziplin.

Es gibt Schwimmsport, das Wasser ist Element und Hindernis zugleich, Atmen nicht vergessen.

Eine Behinderung ist nur anfänglich statisch, sie ist, was sie ist. Sie trifft immer auf einen menschlichen Kopf, wenn ein Mensch behindert ist. Jeder Mensch hat Vorlieben und reagiert entsprechend. Was er möchte, dafür setzt er sehr viel ein:

Bspe.: Im AHV-Bereich hat eine Bewohnerin nach dem Frühstück Tische abgeräumt. Sie war vom Fach und hat es genossen, für andere wäre es eine Strafe gewesen.

Eine demente Frau, viel zu alt, die sich einnässte war im IV-Bereich auf meiner Wohngruppe. Man kannte sie Jahrzehnte zurück. Sofort waren Bildchen im Lift, wo der Raucherraum zu finden sei.

Ketchup und Mayonnaise gehören zu elementaren Menschenrechten in einfacheren Institutionen. Im Bernburgeraltersheim hat niemand danach verlangt, dort gälte das nicht als chic.

Sexuelle Aktivitäten gehören zu schwerstbehinderen Menschen. Ein Vater hat erzählt, dass sein erwachsener, schwerstbehinderter Sohn sich ab und zu Erleichterung verschaffe, wenn er praktisch keine Bewegung kann, die kann er und nimmt Kissen als Hilfsmittel. Frauen haben es etwas schwerer in der Hinsicht.

Was immer es ist, der Mensch versucht und es gelingt ihm, Hindernisse, Behinderungen zu überwinden.

„Beeinträchtigungen“ als Begriff ist wischiwaschi, alles und nichts. Neulich in einer Kommentarspalte, ob Brillen auch schon als Behinderungen gelten würden. Es gibt garantiert Gesetze, die definieren, ab wann welche Optik als Behinderung gilt. Darüber muss man sich nur unterhalten, wenn diese Gesetze ungerecht sind und geändert werden müssen.

Beeinträchtigung suggeriert was Statischen, Unveränderbares, was nicht durch Kompensationsleistungen überwunden werden kann. Das ist falsch.

Ich habe immer sog. Nichtbehinderten gesagt: Auch ihr habt eure Begabungen und Eure Grenzen nicht jedEr wird MathematikprofessorIn.

Also, die Hilfsmittel, die Behinderte brauchen, schauen anders aus als ein Kletterseil und gut ist.

Am absolut Verheerendsten ist die gängige Einstellung, wenn man nichts sieht, sei nichts oder wenn man was sieht, sei das Leben unausstehlich und nur zu bedauern.

Wir denken genau umgekehrt: So wie ihr seid, möchten wir nicht sein. Während ihr uns bedauert, bedauern wir euch und fühlen unsere Existenz natürlich mit der gesamten Kompensationsarbeit als NORMAL.

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