Paradoxer Effekt

Was ist los mit den Jungen? Ist es ein Medienhype, dass die Jungen teilweise Hilfe Bräuchen, die Kinderpsychiatrie überlastet sei? Pro Juventute verzeichtnet eine Zunahme von ihrer Kidernottelefomzentrale.

Irgendwas geht in grossem Stil nicht auf: Seit ich erwachsen bin also 1978 bemüht man sich die Erziehung nur und ausschliesslich kindsgerechter zu gestalten. Mehr auf die Kinder eingehen, weniger Drill und Disziplin versus Selbstbestimmtng und Entfaltung der kindlichen Begabungen. Die Bildungsangebote sind nach der obligatorischen Schulzeit durchlässig geworden, Berufsmatur und studium sind ohne Matur möglu´ich, Es gibt Lehren, es gibt anlehren, den 2. und 3. Arbeitsmarkt.

Die Bemühungen, dass niemand durch die Maschen falle, sind all präsent.

Was ist falsch gelaufen, wenn eineinhalb Generation später junge Menschen in hoher Anzahl über psychische Beschwerden klagen, die teilweise Notfallinterventionen nötig machen?

Sind das situative Einzelschicksale oder steckt dahinter einer oder mehrere Systemfehler?

Reicht es eine Covidpandemie zu erleben, natürlich hat die alles auf den Kopf gestellt und gleich danach bzw. darin kam der Putinkrieg?

Ich vermute irgendwo Systemfehler, falsche Annahmen, was Kinder bräuchten oder der Druck ist zu gross geworden, weil sich alles um die Kleinen dreht, die Eltern ihre Träume nicht selbst umsetzen, aber die Kleinen sollen es mal besser haben , nicht ihre Wünsche, sondern die der Eltern leben. Das Wort Helikoptereltern tönt eher beunruhigend.

Was hat Covid und nun dier Putinkrieg so durcheinander geschüttelt? Wer auf Unvorhergesehenes nicht so flexibel reagieren kann, dass wenn Plan A nicht geht noch Plan B, C oder D zum Zug kommen kann, der bzw die ist natürlich im Nachteil.

Es wäre interessant zu den Themen Hintergrundinformationen zu bekommen, immer nur sie sind krank, Interventionen bis zu Notfallinterventionen, mich überzeugt das nicht. Ich vermute irgendwelche Systemfehler dahinter:

Wo können Kinder rumtoben, haben Freiräume altersgemäss, OHNE HELIKOPTERELTERN AM HORIZONT? Dürfen sie über Langweile klagen, was die Kreativität fördert? Was ist mit dem Städtebau? Irgendwo im Bern ist ein neuer Spielplatz gebaut worden, dem siehr frau von Weitem an, da haben grüne erwachsene für Kinder gebaut, nirgendwo bunte Farben in Sicht, dafür Holz.

Als Kind und noch heute stand und stehe ich auf bunte Farben. Warum ist das heute anders? Warum heute dezent?

Ich sehe im Auto praktisch nie Kinder z.B. mit einem Ball rumlaufen, zu einem Kollegen gehen. Sie strömen in die Schule oder aus der Schule, das sieht frau. Obwohl überall in den Quartieren sog. Spielstrassen gebaut sind, immer gähnende Leere.

Wir hatten keine Quartierstrasse, aber klar auf der Strasse im Quartier u. a. gespielt, kam je ein Auto, haben wir den Ball sofort eingesammelt und es passieren lassen.

Es muss doch Modelle geben, in Krisenzeiten glückliche Kinder zu haben, glückliche Jugendliche und junge Erwachsene.

Das kann es nicht sein, jetzt, wo Fachkräftemangel herrscht, wo es einfacher ist eine Lehrstelle zu finden, was lange umgekehrt war, jetzt sind zu viele Junge betrübt und klappt es deshalb nicht.

Grundsätzlich ist paradox, dass überall Automaten Menschenkontakt ersetzen: Bankautomaten und Kassen bei Supermärkten als Beispiele, auch in der Pflege hätte man gerne Roboter. Dann lächelt einen niemand mehr an und es braucht PsychiazerInnen und PsychologInnen.

Wo kriegen Kinder Rückmeldungen informeller Natur weder LehrerInnen noch Eltern. Wann sagt ihnen jmd. er oder sie sei super beim Ball spielen, Fahrrad fahren lernen? Wo können Kinder Erwachsenen harmlose Streiche spielen?

Wir haben noch Geschenke gebastelt, jmd. eine Freude machen, gehört eigentlich auch dazu.

Die Welt können wir im Grossen nicht verändern, aber wie zufrieden sein oder sich wehren, wenn es nötig ist.

Aber die Erwachsenenwelt sollte weniger ideologisch sein: Im Breiterain wird überall baulich aufgerüstet: Holzzäune um die Bäume, Parkplätze mit Metallstangen eingefasst. Sowas ist gegen Autos, gegen Hundebesitzer, Breiterain war oder ist ein Trendquartier. Nun, wenn Geschäfte nur noch Tramkundschaft haben, die Anlieferung der Ware zum Problem wird, das hat auf lange Sicht, denke ich Konsequenzen. Selbst ob Fussgänger ständig um all diese Holzzäune rumlaufen wollen, frage ich mich.

Die Stadt Bern ist so langweilig geworden. Die Geschäfte , die ich dort noch frequentiere, ich brauche keine zwei Hände.

Der Globus als Beispiel wurde vor einigen Jahren verkauft. Neulich war ich dort. Nun Globus drängt ins Hochpreissegment. Ich gehe doch nicht in einen Globus, um Weilemann zu spielen! Was passiert nun? Was ich früher im Globus gekauft habe, werde ich nun irgendwo in einem Dorf einkaufen.

Bern hat entweder Coop oder Migros, der Loeb ist maximal mühsam, vermutlich stimmt der optische Eindruck nicht, der Globus wäre machbar, aber tut nun supernobel, gut, dann ohne die frühere Kundschaft. Jedenfalls ich habe ein Konzept, was ich wo wie teuer bezahle.

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