Deshi ist hinter den Waschturm gehüpft

Mein Glück ist ewig während, Katze Nr. 4 ist hinter den Waschturm gesprungen, obwohl er von den drei andern durch die Türe getrennt war, x Rückzugsplätzchen hatte.

Nun, dieser Waschturm ist mir schon lange ein Dorn im Auge, gemacht habe ich nichts, weil ich mich ungern anschreien lasse. Um Deshi zu retten, habe ich klar zum Tel. gegriffen.

Ob nun ein Reparateur informiert wird, das ist völlig ungewiss. Jederzeit kann jmd. ausgesucht höflich sein am Tel und macht gar nichts. Das ist heute Standard. Es sollen immer die andern, nie man selbst.

In den Schweizermedien: Demenzkranke werden so sediert, in Institutionen, dass sie nur noch rumsitzen. Das ist so uralt, wie ich ab 1989 im Pfarramt bin. Die Medien behaupten, es sei was Neues!


Nach dem Feuerwehreinsatz, eine Waschmaschinen-Tumblerkombi wiege 100kg, selbst Spinat essen nützt nichts, schaffe ich Ordnung: Deshi ist nun im weichen Katzenlazarett, hat sich laut meinen Ohren zumindest versäubert, hat danach Klo raus, Wasser und Fressen bekommen, das muss ich anfänglich wissen, ob er zu fressen beginnt.

Ansonsten habe ich ihm Ruhe verordnet. Er hört die Geräusche des Alltags, ist aber absolut sicher, mitten drin und doch mit Abstand, dass er nicht angezischt wird, ich liege im Bett, keine 2m von ihm weg.

Der kleine Mann hat uns ganz schön auf Trab gehalten: Diese Wohnung ist klein verglichen mit einem Pfarrhaus. Ich bin Stunden lang rumgewuselt und habe ihn gesucht: Noch nie ist eine Katze hinter den Waschturm gesprungen. Kaum je ist diese Kombi im Keller eines Pfarrhauses. Ich habe über 25 Jahre Katzen.

Ich musste die Taschenlampe des Booster nehmen und mit einem Gehstock stochern. Ich kann nicht den grossen Alarm auslösen und die Feuerwehr rückt aus und findet, dann eine schwarze Jeans.

Dina, die kann sich verstecken, ich weiss nicht wo, das habe ich noch nicht heraus gefunden. Wenn Dina die ultimative Ruhe will, dann ist sie mal weg. Aber sie kommt dann wieder hat geschlafen oder wollte einfach mal Ruhe.

Bei Eli muss ich extrem aufpassen, die geht auf den Balkon oder die Dachterrasse. Wie sie das schafft, wenn ich nur schnell was hole oder Pflanzen giesse, keine Ahnung. Gerade bei der Dachterrasse kann ich einfach die Türe zuziehen, allein Kätzchen ist schneller. Da gilt inzwischen das Zweitürenprinzip oder ich nehme sie im Gstältli mit und binde sie an.

An der Leine läuft sie mit Abstand am besten. Sämi und Dina haben viel mehr Mühe damit. Sämi ordnet das Gstältli immer um. Rausschlüpfen kann er nicht, aber eine Pfote in den Halsteil stecken, dann kann er nicht mehr richtig gehen. Also üben wir auch drinnen.

Jedes Tier hat seine Eigenheiten, der Sämi ist die Ruhe selbst, Eli ist die Schnellste, Dina regt sich schnell auf, die braucht viel gutes Zureden und ganz viel Streicheln.

Deshi ist heute schon viel weicher als gestern. Streicheln tut ihm sehr, sehr gut. Ich denke, der muss lernen zur Ruhe* zu kommen. Katzen die Fressen, das sie kennen, ich habe die genau gleiche Babynahrung, wie er sie kennt, nicht fressen, sind zu unruhig. Streicheln beruhigt, Reizverminderung und sichere Höhle, die weich ist. Hinter dem Waschturm, das ist keine Option.

…..* Damit meine ich nicht, wie empfohlen wird, den ultimativ Wochen lang in irgendeinem Versteck zu belassen. Neuriologisch lernt das Katzengehirn dann, „du bist allein“. Das sind Babykatzen. Jungtiere werden in der freien Wildbahn irgendwie mitgenommen. Was da alles empfohlen wird, ist neurologischer Unsinn. Wenn Katzenbabies abgestillt sind, sind sie noch lange nicht erwachsen.

Wenn man Weibchen erst mit einem Jahr den ersten Wurf bekommen lässt, dann weil zu oft der erste Wurf in der freien Natur nicht gelingt, was der Natur egal ist, aber dem Menschen nicht. Ein Wurf der nicht gross wird, ist die Ausnahme bei Wohnungskatzen. Da muss praktisch medizinisch was vorliegen. Derweil flimmert über den Bildschirm, dass andernorts Nutztierherden verhungern und verdursten heute Dürre in Argentinien, aufgedunsene tote Kühe.

Kommentar verfassen