Alle Bevölkerungsschichten haben Kinder

Mit Jahrgang 1958 bin ich Alte Schule. Meine Mama Jahrgang 1923 hat nach ihrer Verwitwung realisiert im Jahr 1989, wie respektlos die Welt alleinstehenden Frauen gegenüber ist.

Ich wusste das damals längst. Ich bin behindert. Ich wusste, ich kann hinter mir stehen, das ist das einzig Zuverlässige. Zwei Ehemänner wollten dieses kleine Behindi zu ihrer Untertanin machen. Der Erste war insofern noch unangenehmer, weil er systematisch gelernt hatte als Mann, Frauen ins Laufgitter zu setzen und zu diktieren, welche Spielzeuge sie darin bekämen. Meine Behinderung war nur und ausschliesslich MEIN PROBLEM.

Gut, ich bin gegangen und dann kam die Alkoholkrankheit. Da habe ich gelernt, weil ich immer lerne, was ich kann. Er blieb sich treu und hat nun die Quittung auf recht ungewöhnliche Art. Natürlich hatte ich in Al-Anon die fortschreitende Alkoholkrankheit mit Organversagen kennen gelernt. Oft steigt zuerst die Leber aus. Er hatte anderes Organversagen auch danach Einsicht Null.

Also war ich ab 1995 allein. Natürlich hatte ich Freunde. Je nach Lage durfte ich so oder anders sein. Irgendwann kam die Masche, ich solle die Verantwortung für einen erkrankten Freund übernehmen. Das habe ich jeweils verweigert. Alleinerziehend mit dem sog. Teilzeitpensum im Pfarrhaus wohnend und dann noch Pflegefachfrau? Irgendwo hörts auf, wenn ich die Arbeit, die die Meine ist korrekt machen will.

Ich habe im Vergleich mit anderen Frauen schon damals begriffen, dass ich sehr schnell denke, sehr rasch arbeite intellektuell und in der Planung anderer praktischer Arbeiten. Einmal las ich im Garten mit einer alleinerziehenden Mutter vierer Kinder Beeren ab. Ich wunderte mich, wie sie so langsam Beeren ablas bei vier Kindern.

Das hat sich in den Institutionen Jahrzehnte später wiederholt: Mein Output ist um Faktoren schneller.

Also kannte ich im Unterschied zu meiner Mama die Realität inklusive Berufsalltag im 1. Arbeitsmarkt.

Nun, ich arbeitete bis 2004 habe mir meine Gedanken gemacht bei den Konfirmationen. Schon damals Alkohol und Drogen ein Problem. Nun, die Jugend treibt es bunt und dann kommt der Ernst des Lebens. Bloss wer kriegt die Kurve?

Offenbar mit fortschreitender Zeit immer weniger Menschen: In Genf ist ein riesiges Drogenproblem, einer Droge, die aggressiv macht. Das war zu hören auf den Autobahnrasstätten z.B. Richtung Wallis und Ski fahren. Am Morgen die Hinreise, in der Regel ruhig und gegen Abend, Rückreise, da wars dann zu hören.

Gerade in 20 Min. Xanax als Mischdroge: Einer verdient damit Geld, gibt sich bei seinem Arzt als Patient aus, im www kann jeder nachlesen, gegen welche Symptone Xanax verschrieben wird. Die nennt er seinem Arzt und der verschreibt Xanax. Die verkauft der Dealer dann pro Stück zu 10 SFr.

Warum Xanax so in ist, es gibt beliebig viele Benzos? Dann erzählen Junge, sie wüssten, dass Xanax gemischt mit anderen Drogen tödlich enden könne. Einige sagen, sie würden Todesfälle kennen, sie bennenen welche Wirkung erzielt werde beim Mischen mit Alkohol bzw. anderen Drogen.

Alles normal, die Gefahr bewusst, der Dealer weiss, dass Dealen kriminell ist, findet es nicht schlimm, weil er unter klein kriminell gehe. Todesfälle als kleiner Kollateralschaden, kaputte Leben, verlorene Arbeitsplätze…echt wieviel ist ein Leben wert? Klassische Ausrede: Er dealt, aber die Käufer sind für sich selbst verantwortlich.

Die Frage der Verantwortung, wer ist verantwortlich, wenns zur Droge wird?

Nun, in diesem Haifischbecken schlage ich mich als Frau alleine durch. Wen ich identifiziere als irgendwas KonsumentIn, da drehe ich auf dem Absatz um, in Auto Sprache: Baustelle weiträumig umfahren.

Was mache ich mit dem Rest der Uneinsichtigen? Nun Obdachlosigkeit ist keine Option, ich muss mein Revier verteidigen. Was anderes kommt nicht in Frage. Die Gewichtung ist klar: Wohneigentum , dann alles mit Rädern und wenn meine Räder funktionieren, kann ich mich empfehlen und habe dann ENDLICH PAUSEN.

Am liebsten bin ich dort, wo ich die Sprache nicht verstehe, dann geht mich nur noch was an, wenn ich involviert bin. In der Deutschschweiz, was ich z.B. in Restaurants alles mithören muss, das kann man sehr gut verpassen oder der Witz im Zug, am Handy hängend: „Wir fahren gleich in einen Tunnel.“, ohne diese Info kann ich sehr gut leben.

Menschen würden weniger plaudern, wenn sie sich selbst von aussen zuhören könnten.

Nachdem ich Jahre im Ausland verbracht habe, habe ich mich nie mehr an das Deutschschweizer Geschwätz im öffentlichen Raum gewöhnt. Ich finde es mehr als mein halbes Leben danach zu oft nur zum FREMDSCHÄMEN: Verwöhnt und dieses Zufallsglück als eigene Leistung anpreisend. Bsp: Nach den WKII kam Hildegard Knef in die Schweiz und hat unter demselben gelitten: Verschont vom Krieg und vor den Ohren der Kriegsopfern über eigene Entbehrungen klagend. Mir gehen die medizin. Geschichten ganz furchtbar auf die Nerven: Irgendwann, oft ganz spät im Leben, sagt irgendein Teil der Gesundheit: „Tschüss.“ Kaum einEr stirbt von jetzt auf gleich bei bester GESUNDHEIT.

Ich bin überzeugt, dass wer keine andere Kultur mitgelebt hat, der hält in der Tat die Schweiz für die beste aller möglichen Kulturen, politischen Gremien, der fühlt sich gebauchpinselt, SchweizerIn sein zu dürfen. Im Urlaub sind sie hoch willkommen, weil sie am meisten bezahlen, nicht unbedingt, weil man sie mag.

Das ist in Pretty Woman so super: Als sie die Kredidtkarte kriegt und Richard Gere ihr sagt: „Sie müssen deine Kreditkarte lieben, nicht dich.“ Genauso ist es: Geschäft ist Geschäft und je mehr multikulti, desto mehr kann auch Unsereins ausweichen: Ich gehe dorthin, wo ich schlicht und ergreifend werde BEHLEHRT, NOCH GEDEMÜTIGT, NOCH ANGESCHRIEN WERDE.

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